38 Menschen starben in diesem Winter auf Tirols Bergen

Die Zahl der Alpinunfälle ging in Österreich im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht zurück. Fünf Wintersportler starben in den vergangenen vier Monaten unter Lawinen, 33 weitere kamen bei Unfällen in den Bergen ums Leben.

Sechs Personen kamen in Österreich bei Lawinenabgängen ums Leben – fünf in Tirol, eine in Vorarlberg.
© ZOOM.TIROL

Innsbruck – 82 Menschen starben auf Österreichs Bergen in diesem Winter – 38 davon in Tirol. Das sind elf Personen mehr als in der vorigen Saison. Von insgesamt 3.775 Alpinunfällen in ganz Österreich ereigneten sich 1.630 in Tirol. Das geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Statistik des Österreichischen Kuratoriums für Alpine Sicherheit hervor.

16 Tote auf Tirols Pisten, fünf Lawinentote

Die Zahl der Verletzten auf den österreichischen Pisten liegt bei 2.975 — fast ident zum Vorjahr mit 3.005 Verletzten. Mehr als 40 Prozent davon – nämlich 1.265 Personen – kamen in Tirol zu Schaden. Todesfälle gab es auf den heimischen Pisten 16, das sind mehr als dreimal so viele wie in der Saison 2018/19. In ganz Österreich starben insgesamt 28 Menschen beim Wintersport. Davon kamen 15 Personen durch eine Herz-Kreislauf-Störung, sechs Wintersportler bei einem Sturz, fünf beim Aufprall gegen ein Hindernis und je eine Person durch Absturz oder Kollision ums Leben.

Während in ganz Österreich um ein Drittel weniger Menschen bei Lawinenabgängen ums Leben kamen als in der vergangenen Saison, waren es in Tirol mit fünf Toten gleich viele wie 2018/19.

Im Vergleich zum Jahresmittel gab es weniger Lawinentote.
© APA

Alkoholbedingte Unfälle sind eher selten

Alkohol spielt bei Unfällen auf den Skipisten eher selten eine Rolle – zumindest bei den erfassten. Nur zwei Prozent der Wintersportler, die in einen Unfall verwickelt waren, wurden von der Alpinpolizei positiv auf Alkohol getestet.

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Keinesfalls sollte man sich selbst oder andere gefährden. Wenn es die Situation ermöglicht, ist jedoch Zivilcourage angebracht. Ein Foto des Fahrerflüchtigen kann auch sehr hilfreich sein.
Hans Ebner, Leiter der Alpinpolizei Österreich

Bei etwa einem Fünftel der Kollisionsunfälle auf Österreichs Skipisten macht sich einer der Beteiligten aus dem Staub. Diese Zahl der Fahrerflüchtigen bleibe seit Jahren etwa gleich, heißt es vonseiten der Alpinpolizei. (TT.com/tkl)

Verhaltensempfehlung der Alpinpolizei bei Fahrerflucht

Zunächst ist dem Verletzten die erforderliche Hilfe zu leisten und so schnell wie möglich einen Notruf abzusetzen (mit der Notrufnummer 112), von dort wird die zuständige Streife der Alpinpolizei verständigt. Weiters sollte man, wenn möglich, so schnell wie möglich zur nächsten Liftstation fahren und eine Beschreibung des Fahrerflüchtigen abgeben.

Auch Zeugen haben die Möglichkeit, etwas gegen Fahrerflüchtige zu unternehmen. Die fahrerflüchtige Person darf auf verhältnismäßige Weise angehalten werden, jedoch muss sofort Anzeige bei der Polizei erstattet werden (§ 80 der Strafprozessordnung).


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