Wasserleitung und Fernwärme: Pradl wird wieder zur Großbaustelle

Im Innsbrucker Stadtteil Pradl wird ab Montag wieder gebaut: Die TIGAS erweitert ihr Fernwärmenetz und die IKB erneuert ihre Wasserleitungen – von Hausanschlüssen bis zur Hauptleitung. Die Arbeiten dauern voraussichtlich bis Mitte Dezember 2020.

Pradl war bereits beim Ausbau der Straßenbahn in der Defreggerstraße ein Baustellen-Hotspot.
© Witting

Innsbruck – Die Innsbrucker Kommunalbetriebe (IKB) und die TIGAS starten am Montag ein umfangreiches Bau- und Infrastrukturprojekt in Pradl. Begonnen wird mit den Leitungsverlegungen im Bereich Gumppstraße/Türingstraße. Die Arbeiten werden über mehrere Bauphasen durchgeführt. Betroffen sind die Gumppstraße, Langstraße und die Defreggerstraße Richtung Süden. Auch bei der Rudolf-Greinz-Straße sowie Kranewitterstraße und Amraser Straße wird aufgegraben.

TIGAS und IKB verlegen Fernwärmeleitungen und Stromkabel und erneuern Wasserversorgungs- und Wassertransportleitungen. Die Sanierungen und Erneuerungen werden voraussichtlich bis 18. Dezember 2020 abgeschlossen sein.

Verkehrsführung läuft in vier unterschiedlichen Phasen

Radfahrer können je nach Verkehrsphase entweder mit dem Verkehr mitfahren oder den Gehweg benutzen. Ein- und Zufahrten werden großteils freigehalten. Der IVB-Nahverkehr sei von der Baustelle nicht beeinträchtigt, hieß es vonseiten der IKB.

Eine koordinierte und vorausschauende Projektplanung mit unseren Kooperationspartnern ermöglicht, Belastungen im Zuge der Umsetzung der Baumaßnahmen für betroffene Anrainer möglichst gering zu halten.
Georg Tollinger, Geschäftsführer der TIGAS
  • Verkehrsführung in Phase 1: Sperre der Türingstraße, die Gumppstraße ist zweispurig befahrbar (Frühling).
  • Verkehrsführung in Phase 2: Langstraße wird stadteinwärts zur Einbahn, die Gumppstraße ist zweispurig befahrbar (Sommer).
  • Verkehrsführung in Phase 3: Langstraße wird stadteinwärts zur Einbahn, die Rudolf-Greinz-Straße wird gesperrt (Sommer/Herbst).
  • Verkehrsführung in Phase 4: (bzw. 1): Sperre der Türingstraße (Frühling bzw. Herbst/Winter).
Der Verkehr wird in vier verschiedenen Phasen geführt.
© IKB

Pradl ist aktuell Hotspot bei Umgestaltung

Im Rahmen eines Partizipationsprozesses wurde die Bevölkerung um Vorschläge gebeten, was den Stadtteil attraktiver machen kann. Zur Schlussveranstaltung am Dienstag kamen knapp 80 interessierte Anrainerinnen und Anrainer und Wirtschaftstreibende aus Pradl, Vertreterinnen und Vertreter der Stadtverwaltung sowie der Innsbrucker Stadtpolitik. Nach einem halben Jahr liegen nun Ideen zur Gestaltung rund um die Pradler Straße vor.

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So besteht die Idee zur Neuanordnung der Sitzbänke und der Blumentröge sowie der Versuch des „Urban Gardening“ auf der Grünfläche rund um die Pradler Kirche. Auch im Bereich Verkehr und Infrastruktur gibt es Überlegungen: Etwa wird das Aufstellen einer temporären Geschwindigkeitsanzeige, Ergänzung der 30 km/h-Zone oder die Bedarfserhebung zur Errichtung von zusätzlichen Abstellplätzen für Fahrräder angedacht. Eine neue künstlerische Beleuchtung der Pradler Straße außerhalb der Weihnachtszeit steht außerdem zur Diskussion. (TT.com/tkl)


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