Auch zweiter Davis-Cup-Anlauf auf Madrid mit Novak und Rodionov

In Graz-Premstätten tritt das ÖTV-Team gegen Uruguay in der gleichen Aufstellung wie vor einem Jahr gegen Chile an.

Das ÖTV-Team mit Dennis Novak, Lucas Miedler, Oliver Marach, Sebastian Ofner, Jürgen Melzer, Jurij Rodionov und Captain Stefan Koubek.
© GEPA pictures/ Matic Klansek

Graz – Auch Österreichs zweiter Anlauf auf ein Weltgruppen-Finalturnier im Tennis-Davis-Cup erfolgt mit Jurij Rodionov. Der erst 20-Jährige wurde von ÖTV-Kapitän Stefan Koubek neben Dennis Novak für die Einzel-Partien gegen Uruguay nominiert, er bestreitet am Freitag in Graz-Premstätten gegen Pablo Cuevas das zweite Einzel. Davor trifft Novak ab 15.00 Uhr (live ServusTV) auf Martin Cuevas.

"Er ist in einer guten Form und hat Selbstvertrauen", begründete Koubek am Donnerstag nach der im Kunsthaus Graz vorgenommenen Auslosung den Vorzug von Rodionov gegenüber dem Steirer Sebastian Ofner. Beide kamen nach einer Serie von Hartplatz-Challengern in Übersee in die Steiermark, Rodionov agierte da mit zwei Titeln und einem Halbfinale aus vier Turnieren aber weitaus erfolgreicher.

Auf Hartplatz gegen die Sandplatzspezialisten

"Ich werde alles geben für Österreich, ich bin in einer guten Form", ließ Rodionov keinen Zweifel daran, dass er in der Steiermarkhalle seinen ersten Davis-Cup-Sieg feiern will. Seine bisher einzigen beiden Einsätze hatte er vor einem Jahr in Salzburg gegen Chile, als es auch aufgrund seiner beiden Niederlagen nur zu einem 2:3 reichte. Nun ist wieder Madrid das große Ziel, diesmal fühlt sich die rot-weiß-rote Crew gut gerüstet.

Die Spieler aus Uruguay gelten als Sandplatz-Spezialisten, auch deswegen wurde Hartplatz als Untergrund für die Halle am Schwarzlsee gewählt. Nichtsdestotrotz ist Pablo Cuevas als Nummer 60 der in der Weltrangliste klar am besten klassierte Spieler dieses Länderkampfs, doch außer Rodionov fühlt sich auch Novak für das Duell mit dem 34-Jährigen gerüstet. Das Match der Nummer-1-Spieler ist für Samstag angesetzt.

Da geht es zunächst ab 13.00 Uhr mit dem Doppel los, für das aufseiten der Österreicher wieder die Routiniers Oliver Marach und Jürgen Melzer nominiert worden sind. Damit gibt es die gleiche ÖTV-Aufstellung wie gegen Chile. Während Marach am Mittwoch die Ehre zuteilgeworden war, sich im Beisein seiner Familie ins "Goldene Buch" seiner Geburtsstadt Graz einzutragen, geht Melzer in seine vierte Dekade als Davis-Cup-Spieler.

Melzer auch mit 38 Jahren motiviert

Der 38-Jährige gab sich trotz der Abwesenheit von Dominic Thiem so motiviert wie eh und je. "Im Prinzip ist es unser Ziel, am Ende des Jahres dabei zu sein", sagte Melzer. "Ich glaube, dass es angerichtet ist. Wir haben vom Platz her genau das liegen, was wir uns gewünscht haben. Ich bin sehr guter Dinge, dass wir die drei Punkte, die wir für Madrid brauchen, auch holen. Ich glaube, dass das ein gutes Wochenende für uns wird."

Gegner von Marach/Melzer sind mit Ariel Behar und Pablo Cuevas der 72. und 111. der Doppel-Weltrangliste. Damit liegen beide klar hinter den Lokalmatadoren, Marach ist aber auf der Hut. "Wir wissen, dass Pablo sehr gut Doppel spielen kann. Aber der Belag ist sehr schnell. Ich hoffe, das kommt uns zugute. Wir müssen in das Doppel reingehen, als würde es gegen ein Top-Ten-Doppel gehen. Dann haben wir eine gute Chance."

Der Aufsteiger aus diesem Länderkampf ist wie weitere elf Qualifikationsrunden-Sieger vom 23. bis 29. November dabei, wenn es erneut in Madrid zwischen 18 Ländern um den Davis-Cup-Titel geht. Titelverteidiger Spanien, die übrigen 2019-Halbfinalisten Kanada, Großbritannien und Russland sowie jeweils per Wildcard Frankreich und ATP-Cup-Gewinner Serbien haben ihr Ticket bereits sicher. (APA)


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