Salzburg zieht dank 1:0 gegen LASK ins ÖFB-Cup-Finale ein

Die "Bullen" behielten im Semifinal-Schlager vor eigenem Publikum gegen den LASK mit 1:0 die Oberhand, das entscheidende Tor erzielte Hwang Hee-chan in der 50. Minute. Im Endspiel am 1. Mai im Klagenfurter Wörthersee-Stadion geht es gegen den Zweitligisten Austria Lustenau.

Hee Chan Hwang (FC Red Bull Salzburg/Mitte) gegen Petar Filipovic (LASK/li) und Peter Michorl (LASK/re).
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Salzburg – Red Bull Salzburg steht im Finale des österreichischen Fußball-Cups. Die "Bullen" setzten sich am Donnerstag im Semifinale vor eigenem Publikum gegen den LASK durch ein Tor von Hwang Hee-chan (50.) mit 1:0 durch und haben damit am 1. Mai im Klagenfurter Wörthersee-Stadion gegen den Zweitligisten Austria Lustenau die Chance auf die erfolgreiche Titelverteidigung.

Der Serienmeister schaffte es zum siebenten Mal in Folge ins Cup-Endspiel, sechs davon wurden gewonnen. Zudem gelang den Salzburgern die Revanche für die jüngste 2:3-Heimniederlage gegen den LASK in der Bundesliga und der erste Erfolg nach zuletzt fünf sieglosen Pflichtspielen. Die Linzer wiederum müssen auf ihren zweiten Cup-Triumph, den ersten seit 1965, weiter warten.

Der Erfolg der Gastgeber vor 10.021 Zuschauern war verdient, denn schon in der ersten Hälfte verzeichneten die Mozartstädter, bei denen Zlatko Junuzovic wegen Muskelproblemen fehlte, die besseren Chancen. In der fünften Minute leitete Patson Daka einen weiten Pass von Andre Ramalho zu Dominik Szoboszlai weiter, der Ungar verzog aber aus guter Position. Maximilian Wöber köpfelte in der 30. Minute nach einer Szoboszlai-Freistoßflanke am Fünfer über das Tor, acht Minuten später produzierte Hwang zunächst einen schlampigen Stanglpass auf Daka, unmittelbar danach schoss Szoboszlai genau auf LASK-Goalie Alexander Schlager.

Hee Chan Hwang (FC Red Bull Salzburg/li) erzielte das 1:0 nach Vorlage von Patson Daka (FC Red Bull Salzburg/re).
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LASK-Proteste wegen angeblicher Abseitsstellung

Die Linzer traten mit Ausnahme eines Abseitstores von Marko Raguz (31.) in der Offensive zunächst nur selten in Erscheinung und hatten Glück, unmittelbar nach Wiederanpfiff nicht in Rückstand zu geraten. Gerade einmal 14 Sekunden waren in der zweiten Hälfte gespielt, als Szoboszlai einen Sitzer verjuxte und aus wenigen Metern an Schlager scheiterte.

Rund vier Minuten später glückte den Hausherren dann doch noch das Goldtor. Nach Pass von Masaya Okugawa zog Daka allein aufs LASK-Tor und legte für Hwang ab, der den Ball nur noch ins leere Tor schieben musste. Die wütenden LASK-Proteste wegen einer angeblichen Abseitsstellung des Südkoreaners prallten an Schiedsrichter Robert Schörgenhofer ab.

Auch danach sahen die Fans in Wals-Siezenheim ein temporeiches Duell zweier Mannschaften, die den direkten Weg nach vorne suchten. Der eingewechselte LASK-Stürmer Joao Klauss fand mit seinem Kopfball in Salzburg-Schlussmann Cican Stankovic seinen Meister (57.), auf der Gegenseite fischte Schlager einen gefinkelten Schuss von Hwang aus dem kurzen Kreuzeck (72.). Wenige Minuten später musste der Angreifer offenbar wegen einer Muskelverletzung im Oberschenkel ausgetauscht werden.

LASK führt Liga-Tabelle mit sechs Punkten Vorsprung

Der LASK kämpfte im Finish verbissen um den Ausgleich, gefährlicher blieben allerdings die Salzburger, so etwa in der 85. Minute, als Schlager einen Wöber-Kopfball parierte. Nach einer hitzigen Schlussphase mit über acht Minuten Nachspielzeit sowie Gelb-Rot für Salzburgs Enock Mwepu (94.) und Rot wegen Torraubs für LASK-Profi Reinhold Ranftl (98.) setzte es die erste Saison-Auswärtsniederlage der Oberösterreicher auf nationaler Ebene, der einzige Cup-Triumph der Clubgeschichte bleibt jener aus dem Double-Jahr 1965.

Immerhin darf sich die Truppe von Valerien Ismael damit trösten, die Liga-Tabelle mit sechs Punkten Vorsprung auf Salzburg anzuführen und demnächst im Europa-League-Achtelfinale auf Manchester United zu treffen. (APA)


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