Unerfüllte Träume, aber durchaus gute Perspektiven

Nach dem 0:1 im ÖFB-Cup-Halbfinale bei Austria Lustenau dreht sich’s beim FC Wacker Innsbruck ums nötige Augenmaß und darum, wieder aufzustehen.

In guten und in schlechten Zeiten – die Unterstützung der Wacker-Fans war auch minutenlang nach dem bitteren Cup-Aus großartig.
© FC Wacker

Von Alex Gruber

Lustenau, Innsbruck – Vielleicht kommt die Chance, ein ÖFB-Cupfinale zu bestreiten, für viele Wacker-Kicker nie wieder. Man darf aber auf keinen Fall auf die Vorgeschichte(n) vergessen: Auf dem Weg ins Halbfinale agierte die junge Grumser-Truppe bei den Erfolgen gegen die Bundesligisten St. Pölten und WAC am Zenit. Genauso wie man Platz fünf in der zweiten Liga punktegleich mit dem Dritten (Steyr/27.) nach 18 Runden in keinster Weise schlechtreden darf.

Die Träume im Umfeld waren groß, die Bäume wuchsen in Lustenau aber letztlich nicht in den Cup-Himmel. Die Austria konnte im Gegensatz zum Viertelfinal-Sieg über Bundesligist WSG Tirol – welch Riesenchance wurde dort liegen gelassen – wieder auf die Routiniers Ronivaldo und Staubsauger Christoph Freitag bauen. Das machte vor allem der Brasilianer in mehreren Szenen an vorderster Front sichtbar. Und einer wie Lustenau-Torhüter Dominik Schierl ist anscheinend auch bei der WSG ein Thema.

>>> Scheidender Wacker-Präsident Stocker: „Für uns nicht irgendein Abenteuer“

>>> Ticker-Nachlese: So lief das Cup-Halbfinale Lustenau – Wacker

TT-ePaper testen und eine von drei Gasser Tourenrodeln gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Die TT verlost drei Gasser Tourenrodeln und 50 Thermosflaschen

>>> Salzburg zieht dank 1:0 gegen LASK ins ÖFB-Cup-Finale ein

Zurück zu den gefallenen Helden im Wacker-Lager, die den Kopf wieder aufrichten müssen. Denn dank dieser aufrichtigen jungen Truppe setzte ja eine wahre schwarzgrüne Völkerwanderung ins Ländle ein. Da wurde das Fan-Potenzial sichtbar: mit Sprechchören, die nach dem Schlusspfiff minutenlang durch das Planet-Pure-Stadion hallten. Und da wurden die Seiten getauscht, wurden aus Verlierern Sieger der Herzen.

„Knapp nach dem Spiel war die große Enttäuschung da. Das ist gut so und darf Platz haben. Aber umso mehr Zeit vergeht, muss der Stolz überwiegen. Wie wir diese Saison im Cup agiert haben und auch in der Liga unterwegs sind, ist richtig gut. Wir sind von der Leistung extrem stabil“, führte Wacker-Coach Thommy Grumser am Tag danach aus. Im Gegensatz zu den vorangegangenen Cupfights hätte in Lustenau der Führungstreffer gefehlt und wie beispielsweise Speerspitze Atsushi Zaizen ungestraft von Lustenaus Feyrer abgeklopft wurde, ärgerte den besonnenen FCW-Trainer: „Es wurde mit zweierlei Maß gemessen. Er hätte früher verwarnt werden müssen.“

Am Samstag wartet in der Liga das Heimspiel gegen den FAC: „Es wird ein sehr wichtiges Spiel. Die Frage wird beantwortet, wie wir auf die Cup-Enttäuschung reagieren.“ Über die Zukunft und Kadergestaltung habe man nach der Präsentation des Investors noch nicht gesprochen. Für den Titelkampf wird man auf dem eingeschlagenen Weg aber nachrüsten müssen.


Kommentieren


Schlagworte