Von Wuhan in die Welt: So breitete sich das Coronavirus aus

Anfang Dezember traten in der chinesischen Stadt Wuhan die ersten Fälle auf, mittlerweile ist das Coronavirus auch in Mitteleuropa angekommen. Hier finden Sie eine Zeitachse.

Archivfoto aus Wuhan vom 16. Februar 2020.
© STR

Wien, Wuhan – Nach dem Ausbruch in China wird das neuartige Coronavirus in immer mehr Ländern nachgewiesen. Am 25. Februar wurden die ersten beiden Fälle in Österreich bestätigt. Bis Freitag wurden hierzulande 47 Infizierte gemeldet. Ein Rückblick:

Zeitachse

Anfang Dezember 2019: Zum ersten Mal treten in der chinesischen Stadt Wuhan Fälle einer unbekannten Lungenentzündung auf.

31. Dezember: Die Krankheitsfälle aus China werden offiziell an die Weltgesundheitsorganisation (WHO) gemeldet.

7. Jänner 2020: Der Erreger wird als eine neue Art aus der bekannten Familie der Coronaviren identifiziert.

11. Jänner: Ein erster Todesfall wird in China registriert.

13. Jänner: Der erste Krankheitsfall außerhalb Chinas wird bekannt – in Thailand.

24./25. Jänner: Drei Fälle werden in Frankreich erfasst. Das neuartige Coronavirus erreicht Europa.

27. Jänner: In Deutschland gibt es den ersten Fall – in Bayern.

30. Jänner: Die WHO erklärt eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite".

1. Februar: Mehr als 100 Deutsche und ihre Angehörigen kommen aus Wuhan zurück und landen in Frankfurt. Alle Rückkehrer kommen zunächst in Quarantäne. Zwei haben eine Infektion, aber keine Symptome.

2. Februar: Die ersten Österreicher werden aus dem chinesischen Coronavirus-Epidemiegebiet Wuhan zurück nach Österreich geholt. Sieben Personen landen am Abend in Wien.

4. Februar: Japan stellt das Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ unter Quarantäne. Insgesamt haben sich mehr als 700 Passagiere und Crewmitglieder mit dem Virus angesteckt. Sechs Menschen sterben.

9. Februar: Weitere sechs Österreicher werden aus der chinesischen Millionenstadt Wuhan ausgeflogen. Exakt eine Woche nach der ersten Rückholung landen sechs weitere Österreicher am Flughafen Wien-Schwechat.

11. Februar: Die neuartige Lungenerkrankung aus China wird von der WHO Covid-19 genannt. Das Virus erhält den Namen SARS-CoV-2.

12. Februar: Die Zahl der registrierten Todesfälle in China steigt auf mehr als 1.000.

19. Februar: Zwei Menschen werden im Iran positiv getestet. Später am Tag teilt das Gesundheitsministerium ihren Tod mit.

23. Februar: In Europa ist Italien am stärksten betroffen. Das Land riegelt Städte im Norden des Landes ab.

25. Februar: In Tirol werden die ersten zwei Fälle in Österreich bekannt. Es handelt sich um zwei in Österreich arbeitende Italiener. Das Paar kommt in Innsbruck ins Krankenhaus.

27. Februar: Die WHO spricht von „pandemischem Potenzial“.

6. März: In immer mehr Ländern werden Einschränkungen im Reiseverkehr verhängt. Das Außenministerium hat für bestimmte Staaten oder Regionen Warnungen unterschiedlicher Intensität ausgesprochen. Südkorea und der Iran werden auf die höchste Sicherheitsstufe raufgestuft - das bedeutet eine volle Reisewarnung für die beiden Länder. Umgekehrt dürfen Reisende aus Österreich vorerst nicht mehr nach Israel, Tadschikistan und Bhutan. Island wiederum rät sehr spezifisch von Trips in den Tiroler Wintersportort Ischgl ab. Weltweit sind knapp 100.000 Infektionen und über 3300 Todesfälle bestätigt. Allein rund 3000 Tote gab es auf dem chinesischen Festland.


Kommentieren


Schlagworte