„Kinderjunge" und „Poolgirl": Twitter-Account zwitschert aus Paralleluniversum

„Das bisschen Arbeit" spielt auf die meist gering geschätzte Arbeit von Frauen an. Der Twitter-Account stellt Geschlechterrollen auf den Kopf und kam damit in kurzer Zeit auf tausende Follower.

Seit Jänner 2020 werden satirische Posts von "Das bisschen Arbeit" getwittert.
© Twitter

Berlin – Für Furore auf Twitter sorgt seit Jänner der Account Das bisschen Arbeit. Mit satirischen Posts stellen die Tweets die Geschlechterwelt auf den Kopf. Die kurzen Texte, in denen nach Ratschlägen im Familien- und Berufsleben gesucht wird, basieren laut Angaben der Seite auf echten Erfahrungen. Die sogenannten „Postfachtweets" schicken Userinnen und User per Direktnachricht an den Twitter-Account. Dort werden sie dann verbreitet – wenn gewünscht auch anonym.

Als „Ratgeberin aus dem Paralleluniversum" – wie sich die Seite selbst beschreibt – werden in den Kommentaren Tipps gegeben, wenn Frauen mal wieder Probleme mit ihren Männern haben. Angelehnt ist die Seite an den britischen Twitter-Account manwhohasitall. In nicht einmal zwei Monaten schaffte es das Twitter-Konto auf rund 13.500 Follower.

Aus Realität wird Satire

In den Tweets von „Das bisschen Arbeit" werden die Ungerechtigkeiten zwischen Männern und Frauen umgedreht. So wird dann aus dem „Weltfrauentag" der „Weltmännertag". Skurril sind auch die Begriffe „Kinderjunge", "Putzmann" und „Poolgirl". Der Account deklariert seine Posts als Satire. Da die Einsendungen von Userinnen und Usern kommen, sei ihr Vorbild allerdings „bittere Realität für viele Menschen".

Meistens bleiben die Beiträge nicht unkommentiert. Durch die aktiven Follower dehnt sich die Parallelwelt immer weiter aus:

Die besten Tweets gibt's hier:

(tkl/TT.com)


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