Coronavirus: Italien ist Österreichs zweitwichtigster Handelspartner

Bei Exporten Rang liegt Italien auf Platz drei hinter Deutschland und USA, bei Importen auf Platz Nummer 2, noch vor China. Italiens Möbelbauer setzen auf heimisches Holz. Österreich kauft in Italien vor allem Maschinen und Autos.

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Wien - Italien leidet von allen europäischen Ländern am stärksten unter der Coronavirus-Epidemie - das öffentliche Leben wurde deswegen drastisch eingeschränkt. Die Folgen wird auch Österreichs Wirtschaft zu spüren bekommen, denn Österreich ist mit dem südlichen Nachbarland wirtschaftlich eng verflochten, Italien ist Österreichs zweitwichtigster Handelspartner nach Deutschland.

Nach Angaben der Wirtschaftskammer haben sich Österreichs Lieferungen nach Italien seit Österreichs EU-Beitritt 1995 verdreifacht und die Importe verdoppelt. Der Großteil der Lieferungen geht in den hoch industrialisierten Norden Italiens.

2019 lieferten Österreichs Unternehmen nach vorläufigen Daten der Statistik Austria Waren im Wert von 9,76 Milliarden Euro nach Italien, damit hat Italien einen Anteil von 6,3 Prozent an Österreichs Ausfuhren und liegt als Exportdestination auf Rang drei hinter Deutschland (29,4 Prozent) und den USA (6,7 Prozent).

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26 Milliarden Euro Handelsvolumen

An Österreichs Wareneinfuhren hat Italien mit einem Wert von 10,39 Milliarden Euro einen Anteil von 6,6 Prozent und liegt damit noch vor China (6,2 Prozent) auf Rang zwei. Das wichtigste Importland für Österreich ist Deutschland mit einem Anteil von 35 Prozent. Das Handelsvolumen von Waren und Dienstleistungen mit Italien macht zusammen fast 26 Milliarden Euro aus.

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Die Exportnation Italien gehört mit seinen rund 61 Millionen Einwohnern zu den acht größten Volkswirtschaften der Welt und erzielte 2018 einen Handelsbilanzüberschuss von knapp 40 Milliarden Euro. Die Ausfuhren machen ein Viertel der gesamten Wirtschaftsleistung aus, auf den Dienstleistungssektor (Transport, Logistik, Tourismus, Handel) entfallen etwa zwei Drittel des Bruttoinlandsprodukts.

Wichtigste Säule Maschinen- und Anlagenbau

Zu den Säulen der italienischen Wirtschaft zählt der Maschinen- und Anlagenbau - ein knappes Drittel der österreichischen Importe aus Italien entfällt auf Maschinen und Fahrzeuge. Italiens Design- und Möbelbranche ist europaweit die Nummer 1 mit 29.000 Unternehmen und einem Umsatz von knapp fünf Milliarden Euro. Seinen Holzbedarf deckt Italien zu einem Fünftel mit Einfuhren aus Österreich.

Bekannt ist Italien auch als größter Weinproduzent der Welt und in der Medizintechnik zählt das Land weltweit zu den größten Playern. (APA)


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