Gut zu wissen: So wirkt sich das Coronavirus auf die Tiroler Öffis aus

Für die Innsbrucker Öffis gilt der Sonntagsfahrplan, die Regiobusse des VVT fahren nach dem Zwischensaisonfahrplan. Der grenzüberschreitende Zug- und Busverkehr nach Deutschland wurde eingestellt.

Die Tiroler Verkehrsunternehmen, der Verkehrsverbund Tirol und das Land haben gemeinsam Maßnahmen ausgearbeitet, um Personal und Fahrgäste zu schützen.
© Thomas Böhm / TT

Innsbruck – Die Maßnahmen gegen das Coronavirus betreffen mittlerweile beinahe alle Lebensbereiche, auch im öffentlichen Verkehr hat sich zum Schutz des Personals und der Fahrgäste einiges geändert.

Wir erhalten die Öffi-Grundversorgung aufrecht, bitten aber die Nutzung aufs Notwendigste zu beschränken. Schauen wir aufeinander!
Mobilitätslandesrätin/LHStin Ingrid Felipe.

Folgende Regelungen hat das Land Tirol gemeinsam mit dem Verkehrsverbund Tirol und den Tiroler Verkehrsunternehmen beschlossen (werden ständig erweitert):

❗ NEU:

🚌 Zusätzlicher Morgenbus aus dem Stubaital: Nachdem die Regiobuslinie 590 (Stubaier Bus) auf den Sommer-Samstagsfahrplan umgestellt wurde, gingen einige Rückmeldungen von Fahrgästen ein.

⏩ Um eine weitere Frühverbindung nach Innsbruck für die Pendler anbieten zu können, bietet der VVT gemeinsam mit dem Verkehrsunternehmen beginnend ab Donnerstag (26. März) von Montag bis Samstag einen weiteren Kurs um 5.25 Uhr von Neustift/Volderau nach Innsbruck (Ankunft um ca. 6.15 Uhr) an.

⏩ Außerdem ist zu beachten, dass die Linie bereits seit 20. März erst in Neustift/Volderau beginnt bzw. dort endet und nicht bis zum Stubaier Gletscher verkehrt.

Wir beobachten den Öffentlichen Verkehr laufend und werden gegebenenfalls weitere Adaptierungen vornehmen.
Mobilitätslandesrätin LHStv Ingrid Felipe

💡 Mehr Informationen für Fahrgäste

Bei Fragen oder Unklarheiten zu den Einschränkungen im öffentlichen Verkehr bittet das Land Tirol die Fahrgäste, sich auf den Webseiten und Fahrplanauskünften von VVT, ÖBB und IVB zu erkundigen.

❗ NACH WIE VOR GILT:

Einschränkungen im Regiobusverkehr:

🚏 Zwischensaisonsplan bei den VVT Regiobussen: Da Tourismusbetriebe und Seilbahnen geschlossen sind, passt der VVT seine Fahrpläne an. Als erste Maßnahme fahren im Regionalverkehr seit 17. März alle Busse im Zwischensaisonfahrplan. Reine Skibusse fahren bereits seit 16. März nicht mehr.

🚏 Fahrplanänderung in Innsbruck: Seit 17. März gilt im IVB-Stadtverkehr ein reduzierter Fahrplan. Er gilt für die Kernzone und entspricht dem Öffi-Angebot an Sonntagen. Das betrifft nun auch die Linien 501-505 und 502N. Sollte es zu erhöhter Nachfrage kommen, werden Ersatzbusse eingesetzt. Die Linien TS und 6 werden vorübergehend eingestellt. Alle Änderungen sind im Online-Fahrplan abrufbar.

Einschränkungen im Schienenverkehr:

🚆 Zug- und Busverkehr von Deutschland nach Tirol eingestellt: Aufgrund einer behördlichen Anordnung haben ÖBB und DB am 15. März den grenzüberschreitenden Zug- und Busverkehr von Deutschland nach Tirol eingestellt. Am Tag darauf stellte auch der Meridian die Fahrten zwischen München und Kufstein ein. Das bedeutet:

  • Der Zugverkehr zwischen München Hauptbahnhof und Innsbruck Hauptbahnhof wird bis auf weiteres eingestellt. Die EC Züge 1289, 85, 87, 89, 83, 287, 289, 288, 286, 88, 80, 84, 86, 1288 wurden somit eingestellt.
  • Die Regiozüge der DB Regio AG in Richtung Seefeld in Tirol bzw. Innsbruck Hbf enden in Mittenwald, der Zugverkehr ist somit nur noch zwischen Innsbruck und Scharnitz möglich.
  • VVT und ÖBB halten den innerösterreichischen Nahverkehr auf der Karwendelbahn zwischen Scharnitz und Innsbruck bis auf weiteres aufrecht. Die Züge verkehren hier wie gewohnt, einzige Ausnahme ist der Zug mit Abfahrt um 7.33 Uhr ab Scharnitz und Ankunft um 8.23 Uhr in Innsbruck. Diese Verbindung wird mit Bussen geführt.
  • Die Züge aus Garmisch-Partenkirchen in Richtung Reutte enden in Griesen, hier gibt es somit ebenfalls keine direkte Verbindung nach Deutschland. Die Züge aus Kempten in Richtung Reutte enden in Pfronten-Steinach. Zwischen Vils und Ehrwald wurde ein Schienenersatzverkehr (SEV) eingerichtet. Auch zwischen Reutte und Innsbruck gibt es einen Schienersatz: Um 13.15 und 19.15 Uhr fährt der Schienenersatz ab Reutte und um 17 Uhr ab Innsbruck.

🚆 Halt in St. Anton entfällt: Aufgrund der behördlich verordneten Quarantäne in St. Anton a. Arlberg und im Paznauntal entfällt der Halt am Bahnhof St. Anton bei allen Zügen.

ÖBB-Fahrplan wird ausgedünnt – wichtige Verbindungen bleiben

Die ÖBB kündigten an, den Reisezugverkehr innerhalb von Österreich zunehmend ausdünnen. Alle wichtigen Verbindungen, besonders in und um die Ballungszentren, würden aber jedenfalls aufrechterhalten, betonte das Unternehmen.

🚆 Der Zug auf der Strecke Salzburg – Kufstein – Innsbruck – Feldkirch verkehrt weiterhin stündlich.

🚆 Auf der Weststrecke wird der RJX weiterhin im Stundentakt fahren, der Railjet Wien – Salzburg wird auf einen Zwei-Stunden-Takt reduziert (vormals Stundentakt).

🚆 Das Personal in den Speisewägen wurde auf ein Minimum reduziert. Es werden nur mehr fest verpackte Speisen und Getränke ausgegeben.

🚆 Zudem wurde die Zahl der geöffneten Personenkassen auf 21 Kassen an wichtigen Knotenpunkten des Bahnnetzes in Österreich verringert. Die 1100 Ticketautomaten stehen wie gewohnt zur Verfügung, ebenso die Ticketbuchung über die ÖBB-App und oebb.at.

🚍 Seit 13. März bleibt die Vordertür beim Fahrpersonal in den Bussen geschlossen. Das gilt sowohl für VVT-Regiobusse als auch für jene der IVB. Der Ticketverkauf in den Bussen wird damit eingestellt und muss im Vorhinein erledigt werden. Dies ist über die Vorverkaufsstellen sowie via VVT/IVB-Ticketshop oder über die Fahrscheinautomaten von ÖBB und IVB möglich.

Wir bitten um Verständnis bei den Fahrgästen, mit dem Buspersonal so wenig wie möglich in Kontakt zu treten. Die anderen Türen werden aber selbstverständlich weiterhin geöffnet. Menschen mit Behinderung wird selbstverständlich auch weiterhin Hilfe beim Einstieg gewährt, dazu bitten wir auch weiterhin mit der Fahrerin oder dem Fahrer Kontakt aufzunehmen.
VVT-Geschäftsführer Alexander Jug

🚍 Busse und Züge werden verstärkt gereinigt, alle Mitarbeiter mit Kundenkontakt mit Desinfektionsmittel ausgestattet. So soll die Hygiene – insbesondere bei häufig berührten Oberflächen wie zum Beispiel Haltestangen oder Bedienelementen für Türöffnungen und Haltewunsch – sichergestellt werden.

Viele Tiroler nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel im Land täglich und sind darauf angewiesen. Damit das auch weiterhin gut funktioniert haben wir uns für diese Maßnahmen entschieden.
LHStv Ingrid Felipe

Einschränkungen im Regiobus- und Stadtbusverkehr:

🚏 RegiobusExpress Linie 960X über Felbertauernstraße umgeleitet: Aufgrund der aktuellen Lage am Brenner wird die RegiobusExpress Linie 960X schon seit 11. März bis auf weiteres über die Felbertauernstraße umgeleitet. Die Busse ab Innsbruck fahren über den Felbertauern bis Lienz. In Lienz warten die Busse die nächste planmäßige Abfahrtszeit Richtung Innsbruck ab und fahren dann über das Osttiroler Pustertal weiter bis zur Grenze. An der Grenze wendet der Bus und fährt dann wieder über Lienz und den Felbertauern nach Innsbruck. Somit können alle Haltestellen planmäßig bedient werden, es kommt jedoch zu Verspätungen bei den Ankünften.

🚏 Schulverstärker eingestellt: Da auch Tirols Schulen bis auf weiteres geschlossen bleiben, passen VVT und IVB ihre Fahrpläne dahingehend an. So werden im Regionalverkehr die Schülerverstärker seit 18. März eingestellt. Alle Infos zu aktuellen Fahrplänen und Änderungen finden Fahrgäste auf den Webseiten von VVT und IVB.

Martin Baltes, IVB-Geschäftsführer

Der Schutz unseres Fahrpersonals und Fahrgäste hat absoluten Vorrang. Deshalb appellieren wir, nur wirklich notwendige Fahrten in diesen Tagen zu unternehmen. Auch bei reduziertem Fahrplan können wir den in der Verordnung vorgeschriebenen Mindestabstand von 1 Meter gegenüber anderen Fahrgästen sicherstellen.

🚌 Das Öffnen und Schließen der Fahrzeugtüren wird ausschließlich durch die Fahrer vorgenommen, die Vordertüren bleiben komplett geschlossen.

🚌 Das IVB-KundInnencenter ist bis auf weiteres geöffnet, allerdings mit eingeschränktem Personal. Die IVB informiert zudem laufend aktuell an den Haltestellen sowie unter www.ivb.at und Facebook.

Bahnverkehr von und nach Italien eingestellt:

🚆 Zugverkehr von und nach Italien eingestellt: Auf Basis der aktuellen gesetzlichen Vorgaben der Bundesregierung stellen die ÖBB den grenzüberschreitenden Zugverkehr von und nach Italien bis auf weiteres ein. Das betrifft auch alle VVT-Regiozüge (Schienennahverkehr: S-Bahn und REX). Für den Tiroler Nahverkehr auf der Schiene bedeutet das:

  • Der Nahverkehr zwischen Steinach am Brenner und Brennero/Brenner und zwischen Sillian und San Candido/Innichen wurde eingestellt
  • Zwischen Steinach, St. Jodok und Gries am Brenner wurde ein Schienenersatzverkehr eingerichtet. Die Busse verkehren nach einem besonderen Fahrplan, um den Anschluss an die S-Bahnen in Steinach sicherstellen zu können.
  • In Osttirol fahren zwischen Sillian und Weitlanbrunn ersatzweise Busse. Mobilitätseingeschränkten Fahrgäste, die Unterstützung brauchen, wird empfohlen, vor Reiseantritt den ÖBB-Kundenservice (05-1717) zu kontaktieren.
Wir appellieren an die Fahrgäste verschiedene Vorsichtsmaßnahmen ernst zu nehmen und verantwortungsbewusst zu handeln. Wenn es möglich ist, empfehlen wir vor allem Risikogruppen, nicht zu den Stoßzeiten, sondern besser zu den Randzeiten wie zum Beispiel am späten Vormittag, wenn die Züge und Busse nicht zu voll sind, mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu fahren
Die Verantwortlichen unisono
Vor allem Stoßzeiten sollten möglichst gemieden werden.
© VVT


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