Hotspots sind Tirol und Oberösterreich, Infizierten-Zahl in drei Tagen verdoppelt

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) will die Zuwachskurve von derzeit 36 Prozent Neuansteckungen pro Tag auf „20, auf 15, auf zehn Prozent" herunterbringen.

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Gesundheitsminister Rudolf Anschober.
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Wien/Österreich-weit – In Österreich ist die Zahl der nachweislich mit dem neuen Coronavirus infizierten Personen am Montag (Stand: 15 Uhr) erstmals auf mehr als 1000 Personen (1016) gestiegen. Der Zeitraum bis zur Verdoppelung der Covid-19-Fälle beträgt somit aktuell drei Tage. Hotspots waren Tirol und Oberösterreich. In der Steiermark ist am Montag eine Frau wegen des Virus gestorben.

Die Fälle, aufgeteilt nach Bundesländern: Niederösterreich (152), Wien (128), Steiermark (139), Tirol (254), Oberösterreich (202), Salzburg (58), Burgenland (10), Vorarlberg (55) und Kärnten (18). Am Montag ist eine dritte Person an einer Corona-Infektion gestorben. In der Steiermark erlag in einem Akutspital eine Patientin aus einem Hartberger Seniorenheim, die unter Vorerkrankungen litt, der Erkrankung.

Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) will die Zuwachskurve von derzeit 36 Prozent Neuansteckungen pro Tag auf "20, auf 15 auf zehn Prozent" herunterbringen. Das sagte er in der ORF-TV-Sendung "Konkret" am Montagabend. China, Singapur und Japan seien "gute Beispiele", was drastische Maßnahmen bringen können. Ende der Woche will die Regierung evaluieren, ob die bisherigen Maßnahmen ausreichen.

Rückholaktion für österreichische Urlauber

Eine Rückholaktion für Österreicher im Ausland wird zunächst in Marokko gestartet. Es folgen Mauritius, die Malediven, Teneriffa und Kapstadt, kündigte Außenminister Alexander Schallenberg (ÖVP) an.

Er sagte, 30.000 österreichische Touristen seien in rund 100 Ländern, verteilt über den ganze Globus, unterwegs. „Und man muss wissen, dass nicht jede Destination von uns angeflogen werden kann", betonte Schallenberg in der ORF-ZiB um 17 Uhr. (APA)


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