Auch Reha-Häuser und Hotels als Notkrankenstationen

Das Land Tirol hat einen erweiterten „Gesundheitsplan Tirol“ erarbeitet. Es sollen aktuell zusätzlich 1100 Betten in leerstehenden Hotels, Reha-Einrichtungen, Krankenpflegeschulen oder sonstigen Einrichtungen eingerichtet werden.

Tirolweit stehen über 1300 Betten für dringliche Fälle an Tirols Spitälern ab sofort zur Verfügung.
© Foto TT/Rudy De Moor

Das Land Tirol hat einen „Gesundheitsplan Tirol“ erarbeitet. Darin sind weitere Vorbereitungsmaßnahmen für eine bestmögliche Gesundheitsversorgung in Bezug auf die Coronavirus-Epidemie enthalten, so das Land in einer Aussendung am Montagabend.

„Im ‚Gesundheitsplan Tirol‘ habe das Land zahlreiche "Maßnahmenschritte" vorbereitet, die helfen sollen, die bestmögliche Gesundheitsversorgung im ganzen Land auch während der Coronavirus-Epidemie sicherzustellen. "Wir gehen einen Tiroler Weg: Wir schaffen in Hotels und Reha-Einrichtungen und nicht in Hallen Notkrankenstationen, um ausreichend Kapazitäten zur Verfügung zu stellen“, so Landeshauptmann Günther Platter.

Coronavirus-Erkrankungen: 2400 freie Betten

Tirolweit stünden über 1300 Betten für dringliche Fälle an Tirols Spitälern ab sofort zur Verfügung. Außerdem seien aktuell zusätzlich 1100 Betten, die in leerstehenden Hotels, Reha-Einrichtungen, Krankenpflegeschulen oder sonstigen Einrichtungen eingerichtet werden, und zwar im Rahmen von ‚Notkrankenstationen‘ in operativer Vorbereitung. "Diese zusätzliche Versorgungsstruktur dient als Ergänzung zu den bestehenden Spitälern und soll jene Patientinnen und Patienten aufnehmen, die an Coronavirus erkrankt sind, aber keiner vollstationären Spitalsbetreuung bedürfen“, so Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg.

Als Sicherheitsmaßnahmen seien vorsorglich zwei Millionen Schutzmasken und zahlreiche Schutzanzüge für Einsatzkräfte und medizinisches Personal bestellt worden. Es gelte, für verschiedenste Szenarien vorbereitet zu sein. "Wir konnten jedenfalls eine entsprechende Materialvorsorge sicherstellen“, betont der Gesundheitslandesrat.

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Vorgesehene Notkrankenstationen in Tirol

• Das Krankenhaus Zams baut eine Notkrankenstation mit 100 Betten in einem Hotel im Bezirk Landeck auf. Die Rettung übernimmt den PatientInnen-Shuttledienst.

• Im Bezirk Reutte werden zwei Hotels mit 60 Plätzen und die Krankenpflegeschule zu Notkrankenstationen.

• In der Stadt Innsbruck werden drei Hotels mit insgesamt rund 400 Plätzen zu Notkrankenstationen.

• Für das Tiroler Unterland und insbesondere für den Bezirk Schwaz wird eine Gesundheitseinrichtung zur Notkrankenstation.

• Das Bezirkskrankenhaus Kufstein hat ein Hotel im Bezirk Kufstein mit 100 Betten und die Krankenpflegeschule mit 40 Plätzen für Notkrankenstationen in Vorbereitung.

• Das Bezirkskrankenhaus St. Johann bereitet in der Krankenpflegeschule 100 Plätze vor.

• Darüber hinaus stehen für den Bezirk Kitzbühel weitere 120 Plätze einer Gesundheitseinrichtung zur Verfügung.

• In Lienz werden Notkrankenstationen in der Krankenpflegeschule sowie einem Hotel mit 180 Plätzen eingerichtet.


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