Premiere von Raiders-Coach Herron vorerst verschoben: „Geht um Wichtigeres"

Kevin Herron ist der neue Football-Headcoach der Swarco Raiders. Am vergangenen Wochenende hätte sein Debüt im Tivoli-Stadion stattfinden sollen.

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In der vergangenen Woche war (vorerst) eines der letzten Trainings der Innsbrucker Footballer am Tivoli-Areal unter der Leitung Kevin Herrons.
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Von Daniel Suckert

Innsbruck – Anfang der vergangenen Woche erklärte der neue starke Mann bei den Swarco Raiders, Kevin Herron, noch voll motiviert: „Ich werde keine Ziele definieren. Ich möchte, dass wir von Beginn an nur von Woche zu Woche schauen.“ Elf Tage später schaut Herron nicht von Woche zu Woche, sondern sogar von Tag zu Tag. Allerdings nicht wegen der sportlichen Umstände, sondern wegen des Coronavirus, der nicht nur Tirol fest im Griff hat.

„Wir sind wie Hunde an der Leine – allzeit bereit. Aber jetzt geht es erst einmal um wichtigere Dinge als Sport. Das möchte ich klar unterstreichen“, sagte der Football-Trainer des österreichischen Meisters am vergangenen Wochenende. An dem er übrigens sein Debüt als neuer Coach im Tivoli-Stadion gegen die Prag Panthers hätte geben sollen. Trainer Herron ist seit Jahren fester Bestandteil im Coaching Staff der Kampfmannschaft gewesen, seit heuer tanzen nun alle nach seiner Pfeife.

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Zunächst sah es nach einem „Geisterspiel“ im Tivoli-Stadion aus, dann war die An- und Rückreise der Prager Footballer fraglich und am Ende stoppte die rotweißrote Liga (AFL) bis auf Weiteres den gesamten Betrieb. Alles innerhalb weniger Tage.

Seither ist man im Lager der heimischen Akteure aber nicht untätig geblieben: „Unser Fitness-Coach Andreas Pröller hat alle Spieler mit Plänen für Heim-Trainings versorgt“, bot der gebürtige Deutsche Blicke hinter die Kulissen. Ansonsten heißt es vorerst „Bitte warten“ – tägliche Skype-Konferenzen inklusive. Schließlich ändert sich teilweise stündlich die Lage.

Privat setzt der Mann, der in die Fußstapfen von Langzeit-Headcoach Shuan Fatah getreten ist, ebenfalls stark auf die Leidenschaft Football. „Abends genieße ich mit meiner Frau und meinem Sohn alte Football-Klassiker. Da habe ich Glück, dass die komplette Familie Herron den Football liebt und lebt.“ Seine Eltern leben nach wie vor in Deutschland und darum wird auch täglich Kontakt gehalten, wie es allen geht.

Eine Prognose, wie es generell im österreichischen Spielbetrieb weitergeht, gibt es – so wie in fast allen Sportarten – noch nicht. Man hält sich fit, arbeitet an möglichen neuen Spielzügen und behält die Nachrichtenlage im Auge.

Und sollte irgendwann der normale Alltag wieder einkehren, sind die „Tiroler Kämpferherzen“ der Swarco Raiders in jedem Fall gut vorbereitet.


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