Corona-Krise: Landesstraßenverwaltung in Tirol stoppt Baustellen

Alle landeseigenen Baustellen in Tirol werden gestoppt – und damit sowohl laufende Bauarbeiten unterbrochen als auch keine Aufträge mehr vergeben.

(Symbolbild)
© APA/Oczeret

Innsbruck – Die Straßenbausaison hat gerade eben begonnen. Aufgrund der aktuellen Corona-Situation hat die Landesstraßenverwaltung nun aber alle landeseigenen Baustellen gestoppt. Damit sind sowohl die Unterbrechung laufender Bauarbeiten als auch das Aussetzen der Auftragsvergabe gemeint. „Wir wollen die Gesundheit all jener, die auf unseren Baustellen tätig sind, bestmöglich gewährleisten“, begründet LHStv Josef Geisler diese Entscheidung. Dem Land sei bewusst, welch große wirtschaftliche Herausforderung für die Unternehmen das sei und welche Unsicherheiten für die Mitarbeiter das mit sich bringe.

Eingestellt wurden etwa die Arbeiten an der Mühlauer Brücke in Innsbruck oder an der Ellbögener Straße (L 38) im Ortsteil St. Peter sowie an der Brenner Straße (B 182). Der für diese Woche geplante Baubeginn für die Schlossgalerie an der Landecker Straße (L 76) ist nicht erfolgt. Und auch die Arbeiten an der Draubrücke Thal Wilfern und Margarethenbachbrücke am Drauradweg in Osttirol mussten ausgesetzt werden.

Zur Verkehrssicherheit provisorische Fertigstellung

Zumindest provisorisch fertiggestellt werden Bauvorhaben zur Gewährleistung der Verkehrssicherheit. Dazu zählt etwa die Sanierung der Innbrücke an der Mötzer Straße (L 236) nach einem Katastrophenschaden. Bereits Anfang der Woche konnten die Betonarbeiten am Flusspfeiler an der Piller Innbrücke an der Vomperbachstraße (L 389) beendet werden. Auch die Maßnahmen an der Sellrainstraße (L 13) konnten bereits abgeschlossen werden. Die noch ausständigen Betonarbeiten der Randleiste können unabhängig von der Wasserführung der Melach durchgeführt werden.

Das Land Tirol vergibt im Bereich der Straßen Bauaufträge mit einem Gesamtvolumen von rund 40 Millionen Euro pro Jahr. Dieses wird üblicherweise in einem Zeitraum von acht bis zehn Monaten umgesetzt. Die Bauleistung pro Monat beträgt somit etwa vier Millionen Euro.

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Rund 70 Baulose für Belagssanierungen und Asphaltierungsarbeiten mit einem Auftragswert von elf Millionen Euro werden nun vorerst nicht vergeben, wie das Land Tirol in einer Aussendung mitteilte. Einige laufende Ausschreibungen wurden widerrufen. Aufträge an Planer laufen regulär weiter. „Wir wollen – sobald es die Situation zulässt – gemeinsam mit unseren Partnern aus der Baubranche schnellstmöglich wieder durchstarten. Das Geld steht weiterhin für Aufträge zur Verfügung“, versichert Straßenbaureferent LHStv Geisler. (TT.com)


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