Phishing, Kettenbrief, Enkeltrick: Betrüger nutzen Unsicherheit in Corona-Krise

Die heimische Polizei warnt vor aktuell kursierenden Betrugsmaschen, die insbesondere älteren Menschen zum Verhängnis werden. Dabei gehen die Täter sowohl über den telefonischen Weg als auch im Netz vor.

Symbolbild.
© Getty Images/iStockphoto

Innsbruck — Wie die Tiroler Polizei berichtet, sind aktuell mehrere Betrugsmaschen im Umlauf, die sich die Verunsicherung in der Corona-Krise zunutze machen. Insbesondere ältere Menschen geraten dabei häufig ins Visier der Täter. Dabei verwenden diese unterschiedliche Maschen:

📞 AM TELEFON

„Falsche-Polizisten-Trick“: Der Betrüger am anderen Ende der Leitung behauptet in diesem Fall, von der Polizei oder der Staatsanwaltschaft zu sein und gaukelt Gefahrenszenarien – wie die Festnahme eines Straftäters oder einen Verkehrsunfall – vor. Dann versucht er unter dem Vorwand der „Wertsicherung“ oder „Freilassung eines nahen Angehörigen gegen Kaution“, Bargeld oder Wertgegenstände heraus zu locken.

„Enkel- Neffen-Trick“/„falscher Nachbar“: In diesem Szenario gibt sich der Anrufer als Angehöriger oder Nachbar aus, der in Not ist – z.B. wegen einer angeblichen Coronavirus-Infektion –, und bittet um Geld für die Behandlung.

💡 Tipps der Polizei:

  • Ignorieren Sie derartige Anrufe, brechen Sie Telefonate sofort ab
  • Gehen Sie auf keine Geldforderung ein
  • Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei

💻 IM INTERNET

Phishing/Identitäts-Diebstahl: Auch vor Betrugsmaschen im Netz warnen die Beamten aktuell verstärkt. Demnach sind gefälschte E-Mails, Webseiten oder Pop-Up Fenster im Umlauf, in denen unter verschiedenen Vorwänden – z.B. „Angebot einer Software für Telearbeit“ oder „A1 bietet seine Dienste kostenlos an“ – zum Öffnen eines Links und anschließender zur Eingabe persönlicher Daten (z.B. Bank-Zugangsdaten) aufgefordert wird.

💡 Tipps der Polizei:

  • Folgen Sie keinen verdächtigen Links, öffnen Sie keine Dateianhänge
  • Geben Sie keine persönlichen Daten, Passwörter oder Zugangsdaten bekannt
  • Führen Sie laufend alle Sicherheitsupdates auf ihrem System und im Browser durch
  • Sollten Sie in die Phishing-Falle getappt sein: Erstatten Sie Anzeige bei der Polizei

⏩ Kettenbriefe im Umlauf: Außerdem kursieren derzeit vermehrt Falschmeldungen in sozialen Netzwerken wie Facebook und WhatsApp. Als Beispiel dafür nennt die Polizei eine vermeintliche Nachricht der Freiwilligen Feuerwehr, wonach Leute unterwegs seien, die Rauchmelder kontrollieren wollten bzw. auch „Typen unterwegs seien, die anläuten und behaupten, Virustests durchführen zu müssen“. (TT.com)

💡 Tipps der Polizei:

  • Ignorieren und löschen Sie derartige Nachrichten
  • Nicht teilen oder weiterschicken!

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