Bravo, Bravo! Die Kultzeitschrift öffnet wegen Corona die Archive

Die Bravo sagt der Quarantäne-Langeweile den Kampf an und stellt einen Teil seines Archivs kostenlos online. 39 Ausgaben – jeweils die ersten – aus den Jahren 1956 bis 1994 kann man durchschmökern. Ein paar Highlights gibt's hier.

Egal ob Marilyn Monroe, Abba, die Beatles und Backstreet Boys oder die YouTube-Stars von heute: Jede "Bravo"-Generation hatte ihre Idole.
© Bauer Media/BRAVO

München – Die Bravo sagt der Quarantäne-Langeweile den Kampf an und stellt einen Teil seines Archivs kostenlos online. 39 Ausgaben – jeweils die ersten – aus den Jahren 1956 bis 1994 kann man durch schmökern. In ihren Anfängen trug das Magazin noch den Untertitel „Die Zeitschrift für Film und Fernsehen". Bis 2015 erschien die Bravo! wöchentlich, heute liegt sie nur noch jedes Monat frisch im Regal. Bekannt ist das Teenie-Magazin vor allem für seinen offenen Ton beim Thema Sex und wurde dafür – in prüderen Zeiten – sogar als jugendgefährdend eingestuft.

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🌈 Nostalgie in dunklen Zeiten

Liebe BRAVO-Fans,

zur Zeit ist das große Thema die Corona-Krise. Soziale Kontakte sollte man so gut es geht meiden, Veranstaltungen finden nicht statt und geplante Urlaube müssen auch ausfallen. Wir haben uns gefragt, wie wir vom bravo-archiv einen kleinen Beitrag dazu leisten können, diese schweren Zeiten ein wenig schöner zu gestalten. Deswegen stellen wir euch hier kostenlos unsere BRAVO Ausgaben zur Verfügung. Und damit auch jede Generation etwas davon hat, gibt’s aus jedem Jahr jeweils eine Ausgabe. Ihr findet hier von 1956 bis zum Jahr 1994 (weil wir erst bis zu diesem Jahr digitalisiert haben) jeweils die erste Ausgabe vollständig und komplett kostenfrei als Download vor. Außerdem gibt’s noch einen BRAVO Starschnitt. Also kramt mal wieder die Scheren und Klebstifte hervor und fangt an zu basteln!

Wir sind der festen Überzeugung, dass man mit schönen Erinnerungen und Nostalgie jede Zeit ein bisschen erträglicher machen kann.

Auf das auch diese Krise so schnell wie möglich vorüber geht.

Liebe Grüße, euer Team vom bravo-archiv!

✨ Hier ein paar nostalgische Highlights

✂️ E.T. als Starschnitt

Viele Jugendzimmer waren mit den berühmten Starschnitten zugeklebt. Das Prinzip ist einfach: Jede Woche gab es eine, später bis zu zwei Seiten zum Sammeln und Ausschneiden. Die Teile ergaben nach dem Zusammenkleben ein meist lebensgroßes Poster des Stars. Darunter auch ABBA und Winnetou. Britney Spears war 1992 die letzte. Im Bravo-Archiv kann man sich nicht nur die Hefte herunterladen. Auch ein Starschnitt von E.T. wartet darauf, zusammengeklebt zu werden.

💬 Bizarre Foto-Love-Storys

Liebeskummer und Gefühlschaos waren in den Bravo-Foto-Love-Storys vorprogrammiert. Die Bildergeschichten sind nicht nur wegen ihres Inhalts legendär. Auch die Outfits, Frisuren und Unterhosen (!) haben einen Kultstatus erreicht.

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Bravo 1982 Nr. 1
© Bravo

🍑 Dr. Sommer hält's nicht aus

1972 hat der berühmte Dr. Sommer von drei Mädchen einen Brief erhalten: Cora, Kathrin und Selma sind alle 14 und haben einen Freund – und zwar den selben. Er ist 24. Die drei Mädchen sind befreundet und überlegen nun den nächsten Schritt:

💬 „Bisher schlief er immer nur mit einer von uns, jetzt will er aber, daß wir alle drei auf einmal mit ihm schlafen. Wir wären auch evtl. dazu bereit. Können Sie uns einen Rat geben?"

🗨️ Dr. Sommers Antwort: "Was für einen Rat soll ich Euch eigentlich geben? Ihr wißt doch genau: Intime Beziehungen für vierzehnjährige sind nicht gestattet. Und drei Mädchen, die ein Verhältnis zu einem einzigen Jungen haben, dürfen das noch viel weniger. So eine Art von Gruppensex kann ich schon gar nicht empfehlen. Das wißt ihr selbst."

👜 Udo Jürgens und Marianne Rosenberg zum Mitnehmen

In die Geldtasche passen diese Porträtfotos von Musikern und Schauspielern aus dem Jahr 1972. Besonders praktisch war, dass auf der Rückseite alles Wichtige vermerkt wurde: Vom Geburtsdatum über die Augenfarbe bis zum Familienstand war man so bestens über sein Idol informiert. Und ganz wichtig: Auch die Adresse war angegeben – so stand einer Autogrammkarte nichts mehr im weg. (TT.com/tkl)

© Bravo

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