Gut zu wissen: So klappt Home Office am besten

Ausgelöst durch die Corona-Krise ist der Großteil aller Arbeitnehmer zu Teleworkern im Home Office geworden. Wie man diese Herausforderung meistert, lesen Sie hier.

Ein fixer Arbeitsplatz, fixe Zeiten und To-do-Listen sind ratsam. (Symbolbild)
© pixabay

Innsbruck – Für manche ist ein Traum wahr geworden, andere kämpfen sich durch, weil sie momentan keine andere Wahl haben: Seit mindestens einer Woche ist für zahlreiche Menschen in Österreich Home Office angesagt. Das hat seine Vorteile – Stichwort Jogginghose – birgt aber auch einige Tücken, die einem anfangs vielleicht nicht so klar sind. Man möchte z.B. meinen, dass man zuhause leicht abgelenkt wird – von Familienmitgliedern, den lauten Nachbarn oder auch dem staubigen Boden, der einem plötzlich auffällt. Studien zeigen allerdings, dass Menschen im Home Office eher besonders leistungsfähig sind und sogar effizienter arbeiten als im Büro. Dazu gilt es aber einige Tipps zu beachten:

☕ Sich Pausen gönnen

Die größte Falle zuerst: Obwohl man zu Hause ist und es sich zwischendurch auf dem Sofa oder der sonnigen Terrasse bequem machen könnte, neigen viel dazu, im Home Office genau das Gegenteil zu tun. Man sollte sich also ganz bewusst vor Augen führen, dass kurze Unterbrechungen der Arbeit auch daheim wichtig sind. Eine einstündige oder zumindest halbstündige Mittagspause ist ein perfekter Energielieferant, um den Kopf wieder auf Touren zu bekommen. Auch regelmäßig etwas trinken, die Fenster öffnen und sich kurz die Füße vertreten ist sehr ratsam.

💻 Einen festen Arbeitsplatz schaffen

Nicht umsonst beinhaltet „Home Office“ das Wort „Büro": Im Bett, auf der Couch oder vor dem Fernseher zu arbeiten wäre keine gute Idee. Es braucht einen Ort, der normalerweise nicht zur Entspannung dient. Es muss nicht unbedingt ein ganzer Raum sein – aber ein Ort, der signalisiert, dass dort gearbeitet wird. Dazu reicht notfalls eine Ecke am Esstisch, an dem jetzt der Laptop fix steht. Insgesamt sollte eine geordnete Atmosphäre geschaffen werden – also für alle Beteiligten zu Hause klar sein, wo wer arbeitet.

👔 Angemessen kleiden

Schlechte Nachricht für die Verfechter der kreativen Jogginghose: Auch wenn es einen gewissen Reiz hat, sich im Pyjama an den Schreibtisch zu setzen, einen Kaffee daneben zu trinken und direkt mit der Arbeit loszulegen, sollte man das besser nach ein paar Tagen ablegen. Den meisten hilft es, sich angemessen zu kleiden, um den Arbeitsmodus einzulegen (und den Gammelmodus ab) und sich richtig fokussieren zu können.

🕞 Feste Arbeitszeiten

Sofern man seine Arbeitszeiten selbst bestimmen kann, sollte man dabei diszipliniert sein. Jeden Tag um dieselbe Uhrzeit zu beginnen, hilft, eine ähnliche Arbeitsroutine wie im Büro für sich zu schaffen. Idealerweise lässt man den Arbeitsalltag auch immer zur gleichen Zeit enden, um nicht in Konflikt mit dem Privatleben zu geraten.

📝 To-do-Listen

Hat man die Wahl, was wann gemacht wird, ist es ratsam, sich dazu Listen zu erstellen. Bestimmte Aufgaben für bestimmte Tage zu planen, hilft, sich auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren und besser abzuschätzen, wie viel schon erledigt wurde. Die Devise dabei: Besser unangenehme, komplizierte Aufgaben zuerst und Routineaufgaben am Schluss erledigen.

❓ Aufgaben klären

Gerade wenn der Chef sich eben nicht ums Eck befindet, sollte klar sein, wie die Aufgaben der einzelnen Mitarbeiter aussehen. Dazu sollte man als Mitarbeiter wiederum sicherstellen, verstanden zu haben, was zu tun ist, bis wann es zu tun ist, welche Entscheidungen getroffen werden dürfen und welche nicht, und auf wen man im Bedarfsfall zurückgreifen kann. Diese Fragen sollte man am besten so früh wie möglich klären.

💬 Richtig kommunizieren

Sich nur schnell mal umdrehen, um der Arbeitskollegin eine Frage zu stellen, kann man zuhause nicht. Jeder muss für sich herausfinden, welcher Kommunikationskanal sich nun daheim am besten eignet oder wie man verschiedene miteinander kombiniert. Manchmal ist es etwa effizienter, eine E-Mail zu verschicken, als einen Anruf zu tätigen. Gleichzeitig ist es im Home Office ein häufiges Problem, dass sich Menschen zunehmend einsam fühlen. Psychologen raten hier zu weiteren Austauschformen als nur E-Mails: Videofunktionen oder zumindest Profilbilder seiner Arbeitskollegen im Chat würden schon helfen, da das Gehirn hier kaum unterscheide, ob der Kontakt real oder über den Computer passiert.

📞 Zeitliche Erreichbarkeit abstimmen

Wozu auch viele im Home Office neigen: Das Gefühl haben, rund um die Uhr verfügbar sein zu müssen. Dem ist nämlich keineswegs so. Allerdings sollte der Rahmen für die zeitliche Erreichbarkeit mit Chef und Kollegen genau abgestimmt werden, um Missverständnissen vorzubeugen. Während dieser vereinbarten Zeit sollte man im Home Office dann auch wirklich erreichbar sein oder sich kurzfristig zurückmelden. Vereinbarte Termine (Online-Meeting, Telefonkonferenz, etc.) bleiben natürlich auch bei Arbeit von daheim aus Fixtermine.

📴 Nicht ablenken lassen

Auch wenn es schwer fällt: Während der Arbeit sollte der Kontakt zu Familienmitgliedern, Mitbewohnern oder Freunden so gut es geht vermieden werden. Man sollte klar signalisieren, dass man während des Home Office nicht ansprechbar ist – sonst wird es auf die Dauer schwierig. (TT.com/anl)


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