ÖGK unterstützt Wirtschaft mit Zahlungserleichterungen

Die Österreichische Gesundheitskassa (ÖGK) will die angeschlagene Wirtschaft mit Beitragsstundungen und Verzugszinsenverzicht für betroffene Unternehmen unterstützen. Die Grundregeln der Lohnverrechnung bleiben aber aufrecht.

Es wird Beitragsstundungen und Verzugszinsenverzicht für betroffene Unternehmen geben.
© APA

Wien – Die Österreichische Gesundheitskassa (ÖGK) arbeitet mit Hochdruck daran, die Antragseinbringung und Abrechnung möglichst unbürokratisch zu gestalten und wird dann umgehend darüber informieren, so die ÖGK in einer Aussendung am Mittwoch.

„Auch wir als Gesundheitskasse versuchen in dieser schwierigen Lage, den Unternehmen mit vorübergehenden Zahlungserleichterungen entgegenzukommen und damit den Wirtschaftsstandort zu unterstützten“, erklärt Arno Melitopulos, Leiter der Landesstelle Tirol.

Die Maßnahmen auf einen Blick

Stundungen für die Beitragszeiträume Februar, März und April 2020:

◼️ Für Betriebe, die von der „Schließungsverordnung“ oder einem Betretungsverbot nach dem Epidemiegesetz betroffen sind, erfolgt eine automatische Stundung der Beiträge.

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◼️ Sonstige Betriebe mit coronabedingten Liquiditätsproblemen können bei der ÖGK um Ratenzahlung oder Stundung ansuchen. Der formlose Antrag hat die coronabedingten Probleme zu beinhalten und ist an die jeweilige regionale Servicestelle zu richten.

◼️ Für die Dauer der Stundung fallen keine Verzugszinsen an.

◼️ Aussetzen der Einbringungsmaßnahmen in den Monaten März, April und Mai 2020:

◼️ In diesen Monaten erfolgen generell keine Einbringungsmaßnahmen wie Exekutionsanträge etc.

◼️ Es werden keine Insolvenzanträge gestellt.

◼️ Für coronabedingt verspätete Beitragsgrundlagenmeldungen werden keine Säumniszuschläge vorgeschrieben.

„Gesetzliche Fälligkeit der Beiträge bleibt bestehen"

Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass für die Unternehmen nichts verloren geht, wenn die entsprechenden Anträge nicht umgehend eingebracht werden.

Die Grundregeln der Lohnverrechnung bleiben weiterhin aufrecht. Die gesetzliche Fälligkeit der Beiträge bleibt bestehen, die Anmeldungen zur Pflichtversicherung müssen weiterhin fristgerecht vor Arbeitsantritt erfolgen. Auch die monatlichen Beitragsgrundlagenmeldungen sind unbedingt rechtzeitig zu übermitteln. (TT.com)


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