Maßnahmen gegen Corona widersetzt: Anzeigen in Tirol nehmen laufend zu

Bereits 573 Anzeigen wurden alleine bis Montag in Tirol ausgestellt, mittlerweile dürften es deutlich mehr sein. Immer wieder würden Menschen wegen Gruppenbildung, Nichteinhalten des Mindestabstands oder Freizeitaktivitäten trotz Ausgangssperre ermahnt. Es kam auch bereits zu Festnahmen.

(Symbolfoto)
© TT/Thomas Böhm

Innsbruck – Die Anzeigen wegen Verstoßes gegen das Covid-19-Maßnahmengesetz steigen in Tirol "kontinuierlich" an, sagte Polizeipressesprecher Manfred Dummer am Donnerstag. Bis Montag lagen 573 Anzeigen vor, die aktuellen Zahlen werden erst wieder am Montag veröffentlicht. Auch sogenannte "Coronapartys" werden in Tirol gefeiert – wie beispielsweise in Wörgl –, die könne man aber an einer Hand abzählen, meinte Dummer.

Diese Partys werden meist dann der Polizei bekannt, weil Nachbarn dies melden würden. Hier werde dann auch "rigoros" eingeschritten. Zum größten Teil erfolgen die Anzeigen aber wegen Gruppenbildungen, dem Nichteinhalten des Mindestabstandes zwischen Personen oder weil trotz der Ausgangssperre noch Freizeitaktivitäten unternommen werden. In Innsbruck war es auch zu "einigen Festnahmen" gekommen, weil sich Menschen widersetzten, sagte Dummer. "95 Prozent der Tiroler reagieren aber vernünftig", berichtete er.

Zudem werde das erlaubte Spazierengehen noch von einigen "weit interpretiert". Man dürfe sich zwar im Nahbereich der Wohnung die Füße vertreten, Wanderungen seien aber untersagt. Ebenso werde kontrolliert, ob sich Radfahrer etwa nur auf dem Weg zur Arbeit oder in den Supermarkt befinden oder doch eine Radtour unternehmen. Hier gäbe es immer wieder Aufklärungsbedarf, sagte Dummer.

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