39 Corona-Fälle in Zammer Kloster: Milder Verlauf, Infizierte isoliert

Das Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern Zams ist von der Covid-19-Situation betroffen: 39 von 58 Bewohnerinnen wurden positiv getestet.

Das Mutterhaus der Barmherzigen Schwestern Zams ist von Covid-19-Infektionen betroffen.
© Krankenhaus St. Vinzenz Zams/Justina Wilhelm

Zams – Im Kloster der Barmherzigen Schwestern in Zams sind 39 Schwestern mit dem Coronavirus infiziert. Das hat Barbara Flad, die Sprecherin des Ordens, gegenüber der Tiroler Tageszeitung bestätigt. Flad vermutete schon am Vormittag, dass "ein hoher Prozentsatz" der Bewohner betroffen sein dürfte. Die nun nach und nach eintreffenden Testergebnisse bestätigen diesen Verdacht: „Es ist absehbar, dass wir bei insgesamt 58 Schwestern und Pflegekräften rund 39 Covid-positive Fälle haben werden.“

Überwiegend milder Verlauf, Infizierte im Kloster isoliert

Unmittelbar nach dem Auftauchen von Infektionsanzeichen bei den ersten Schwestern – am 22. März – wurden Testungen bei allen Bewohnerinnen des Hauses durchgeführt. Alle Schwestern wurden auf ihren Zimmern isoliert. Das Gros der pflegebedürftigen und positiv getesteten Frauen wird nun auf einem eigenen Stockwerk des weitläufigen Mutterhaus-Gebäudes isoliert betreut sowie in dem geografisch abgelegenen Klösterle Kronburg. „Der Verlauf ist bei den meisten Schwestern ein milder. Es besteht derzeit bei keiner die Notwendigkeit einer intensivmedizinischen Betreuung. Sieben Schwestern werden aufgrund ihrer allgemeinen Pflegebedürftigkeit auf die Isolierstation des Krankenhauses verlegt“, so Flad.

Schon am 15. März wurde das Zammer Ordenshaus vorsorglich komplett nach außen hin gesperrt, sämtliche Außenkontakte unterbunden. Dieser Schritt diente dem Schutz der Bewohnerinnen, da ein Teil von ihnen altersbedingt zur typischen Risikogruppe gehört. Dennoch dürfte aufgrund der sozialen Außenkontakte schon zu einem früheren Zeitpunkt eine Infektion erfolgt sein. "Es geht den Schwestern gut", betont Flad. Kursierende Gerüchte, wonach das Kloster evakuiert werden soll, dementiert sie. (TT.com)

⚠️ Kein Kontakt zu Krankenhausbetrieb

Das Mutterhaus Zams ist Träger des Ordensspitals St. Vinzenz Zams. Mit Ausnahme der negativ getesteten Barbara Flad sind jedoch keine Schwestern mehr im Krankenhausbetrieb tätig oder zugegen. Flad wohnt seit Anfang März nicht mehr im Mutterhaus, sondern im Krankenhaus, wo sie als Mitglied des Krisenstabs arbeitet. Obwohl bei ihr keine Verdachtsmomente bestanden, hat sie sich zur Vorsicht einer Testung unterzogen, die negativ ausfiel. Das Wohnhaus der Schwestern liegt rund 500 Meter vom Krankenhaus entfernt. Es besteht kein physischer Transfer zwischen Ordenspersonal und Krankenhauspersonal.


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