Desinfektionsmittel statt Gin: Bäckerei Therese Mölk stellt Produktion um

In der Brennerei der Bäckerei Therese Mölk werden nun Desinfektionsmittel für die MPreis-Filialen hergestellt. Das Rezept dafür kommt von der WHO.

Für gewöhnlich wird in der 600-Liter-Brennanlage aus Altbrot nachhaltiger Alkohol gebrannt und zu Gin, Likör und Ansatzschnaps verarbeitet.
© MPreis

Völs – Dass sich aus Altbrot auch Hochprozentiges herstellen lässt, ist nichts Neues. Dass die Bäckerei Therese Mölk Gin, Liköre und Ansatzschnaps in der eigenen Brennerei herstellt auch nicht. Aus dem Alkohol lässt sich aber auch etwas herstellen, das zur Zeit Mangelware ist: Desinfektionsmittel.

"Aus hochprozentigem Brotalkohol produzieren wir ab sofort Desinfektionsmittel für die eigenen Filialen, Mitarbeiter und Kunden", sagt Friedrich Mölk, der ehemalige Bäckereileiter. In der Brennanalage werden laut Aussendung nun zwei verschiedene Desinfektionsmittel hergestellt: eines zur Reinigung von Oberflächen in den MPreis-Filialen, eines zur Desinfektion der Hände für Mitarbeiter und Kunden.

Die Produktion sei einfach, die Rezeptur komme von der Weltgesundheitsorganisation (WHO). "Der Wirkstoff im Desinfektionsmittel ist hochprozentiger Alkohol, ergänzt mit Wasserstoffperoxyd und Glyzerin,“ erklärt Mölk. "Daraus erhalten wir ein sehr hochwertiges Desinfektionsmittel."

5000 Liter der Desinfektionsmittel werden nun erst einmal für den Eigenbedarf hergestellt. Dafür braucht es 4000 Liter Reinalkohol aus mehr als 25 Tonnen Altbrot. Der meiste benötigte Alkohol sei bereits lagernd, der Rest wird in der neuen 600-Liter-Brennanlage gebrannt. Schon kommende Woche sollen dann die ersten hauseigenen Desinfektionsmittel ausgeliefert werden. (TT.com)


Kommentieren


Schlagworte