900 Gäste und Saisonarbeiter durften St. Anton und das Paznaun verlassen

Nachdem das Paznaun und St. Anton am 13. März isoliert worden waren, konnten ausländische Arbeiter und auch Gäste aus Österreich die Regionen nicht mehr verlassen. Nun geht es für viele in Richtung Heimat.

Begleitet von Polizestreifen ging die Fahrt ohne Stopp in Richtung Grenze.
© zeitungsfoto.at

Innsbruck – Saisonniers und Urlauber, die seit Beginn der Isolation St. Anton und das Paznaun nicht verlassen konnten, dürfen nun doch nach Hause fahren. Die Arbeiterkammer Tirol hatte am Freitag auf die Lage der Betroffenen aufmerksam gemacht. Diese hatten über diverse Hotlines und Kanäle berichtet, dass sich sich in akuten Notlagen befunden hätten. "Offenbar hat man sich dieser Menschen – Saisonniers und übrigens auch Urlaubern aus Österreich – besonnen. Und plötzlich wurden Möglichkeiten gefunden, wie sie unter Einhaltung von Vorsichtsmaßnahmen nach Hause fahren können“, sagt AK Präsident Erwin Zangerl.

Am Samstag wurden bereits 275 Briten – die meisten davon Saisonarbeiter – aus dem Paznaun und aus St. Anton nach Innsbruck gebracht und mit zwei Flugzeugen nach Hause geflogen. Auch 75 Schweden und eine Finnin konnten abreisen, wie das Land in einer Aussendung mitteilte.

Am Montagnachmittag durften nun auch 440 deutsche Staatsangehörige und 460 Ungarn die beiden Quarantäne-Regionen verlassen. Sie konnten mit ihren Privatautos bzw. mit Bussen abreisen – ohne Zwischenstopp, eskortiert von der Polizei bis zur Grenze.

Auch die Urlauber aus Österreich, die in den strikten Quarantäne-Gebieten ausharren mussten, können laut AK nun ihre Heimreise antreten. Zuerst alle, die mit ihrem eigenen Wagen nach Tirol gekommen waren. Alle anderen wurden im Laufe des Tages mit Bussen in ihr Heimatregionen gebracht.

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"Das mit dem Außen-, Gesundheits- und Innenministerium eng abgestimmte Ausreisemanagement von ausländischen SaisonarbeiterInnen und Gästen aus den Quarantäne-Gebieten Paznauntal und St. Anton, läuft weiter auf Hochtouren. Ausreisende, die auf dem Landweg die Heimreise antreten, werden unter behördlicher Kontrolle im Konvoi und unter Einhaltung von Hygiene- und Sicherheitsvorgaben an die Grenze begleitet und an die jeweiligen ausländischen Behörden übergeben. Damit wird eine geordnete Ausreise sichergestellt“, erklärte Landesamtsdirektor Herbert Forster.

Vor der Abreise wurden alle Personen via Formular erfasst. Eine Kopie geht an die jeweiligen Gesundheitsbehörden der Heimatgemeinden. Die Mitarbeiter aus anderen Herkunftsländern, die jetzt noch in St. Anton und dem Paznaun sind, sollen auch bald nach Hause reisen dürfen. Es laufen noch Gespräche zwischen den österreichischen Ministerien und den Herkunftsländern, teilte das Land mit. (TT.com)


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