ESC-Ersatz: Stefan Raab produziert "Free European Song Contest"

Nach der Songcontest-Absage wegen des Coronavirus plant Stefan Raab eine Alternative. Am ursprünglichen Finaldatum im Mai soll das Format ausgestrahlt werden. Auch im ORF wird es eine Ersatz-Show geben.

Mit dem ESC kenn sich Stefan Raab aus: 2000 war er mit seinem Lied "Wadde hadde dudde da?" als Kandidat am Start.
© APA/dpa/Marcus Brandt

Wien, Unterföhring – Der ORF präsentierte bereits, dass er nach der coronabedingten Absage des heurigen Eurovision Song Contest (ESC) in Rotterdam eine alternative Show abhalten wird. Nun ist klar, dass auch TV-Altmeister Stefan Raab gemeinsam mit ProSieben an einem ESC-Ersatz arbeitet.

"Free European Song Contest" soll das Projekt heißen, das am 16. Mai – dem ursprünglichen ESC-Finaldatum – in Köln unter allen "aktuellen gesetzlichen Auflagen und (...) Vorgaben der Gesundheitsbehörden" angesetzt ist. Raab will die Show produzieren, wobei ProSieben zur Moderation noch keine Angabe machte. Details zum Vorhaben wollen die Organisatoren in Kürze präsentieren.

ORF füllt drei Abende mit ESC-Songs

Am 14., 16. und 18. April wird ESC-Veteran Andi Knoll ab 20.15 Uhr auf ORF 1 zu einer virtuellen Song-Contest-Challenge laden. Dabei soll eine Jury die Videos für heuer geplanten Songs reihen, wobei die Details erst in den kommenden Tagen veröffentlicht werden. Nach der dritten Sendung sollen dann drei Jurysiegervideos feststehen. Aus diesen kann dann das Publikum seinen Favoriten zum ESC-Videosieger 2020 krönen. Das ganze soll unter dem Namen "Mr. Song Contest proudly presents - Der 'kleine' Song Contest" ausgestrahlt werden.

Der gebürtige Tiroler Andi Knoll ist ein alter Hase im ESC-Geschäft.
© APA/Georg Hochmuth

Für 2021 muss neues Lied her

Mit "Alive" wollte österreichs Kandidat Vincent Bueno beim heurigen Songcontest an den Start gehen. "Alive" ist allerdings tot – zumindest als Song-Contest-Lied 2021. Bueno darf mit dem Lied wie alle Beiträge des heurigen Jahres 2021 nicht mehr antreten, wie die Europäische Rundfunkunion (EBU) entschieden hatte. Fest steht allerdings, dass der 34-Jährige 2021 für Österreich ins Rennen gehen wird.

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📽 Video | Beim heurigen ESC wollte Vincent Bueno "Alive" singen

Ehemalige ESC-Kandidaten performen jeden Freitag auf YouTube

Unterdessen kümmert sich die European Broadcasting Union (EBU) um einstige Teilnehmer ihres großen Wettbewerbs: So wird es auf dem YouTube-Kanal von eurovision.tv nun jeden Freitag ein Konzert gegeben, in dem mehrere ehemalige ESC-Kandidaten ihre Musik performen, um so auch in Zeiten der virenbedingten Schließung der Venues ihre Fans zu erreichen.

So sollen die Sänger nicht nur ihren eigenen ESC-Song performen, sondern auch je einen weiteren aus der langen Song-Contest-Geschichte. Den Auftakt am kommenden Freitag markieren der Ire Ryan O'Shaughnessy, der 2018 in Lissabon sein Land vertrat, Tamara Todevska, die 2019 für Nordmazedonien antrat, der Däne Rasmussen, der ebenfalls in Lissabon mit von der Partie war sowie Slavko Kalezic, Montenegros Teilnehmer 2017. (APA/dpa/TT.com)


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