Mehrere Amputationen: Klinik Innsbruck mahnt zur Vorsicht beim Heimwerken

In der wegen der Coronakrise verordneten Quarantäne beschäftigen sich immer mehr Menschen zuhause – und mit Heimwerken. Das führt aber auch zu schweren Verletzungen. Die Klinik Innsbruck warnt, sich der Gefahr bewusst zu sein.

(Symbolfoto)
© Keystone

Innsbruck – „Seit Beginn der Quarantänemaßnahmen in Tirol hatten wir sieben komplexere Handverletzungen mit Durchtrennungen von Gefäßen, Nerven oder Sehnen, davon waren fünf Fälle komplett abgetrennte Gliedmaßen wie zum Beispiel Finger“, teilt Gerhard Pierer, Direktor der Innsbrucker Univ.-Klinik für Plastische, Rekonstruktive und Ästhetische Chirurgie, in einer Aussendung mit. „Die meisten konnten wir wieder erfolgreich replantieren", erklärt Pierer. Allerdings würden Verletzungen im häuslichen Bereich im Vergleich zum Vorjahr deutlich zunehmen. Im selben Zeitraum 2019 musste die Klinik demnach keine einzige Amputation durchführen und nur fünf kleinere Verletzungen behandeln.

Amputationen seien dabei nur ein Aspekt. Dadurch, dass Leute mehr zu Hause sind, steigen auch andere Verletzungen wie Verbrühungen oder Verbrennungen zum Beispiel beim Kochen, heißt es in der Aussendung. Auffällig seien aber sicher die vermehrten Amputationen von Fingern, die vor allem auf mangelnde Vorsicht beim Heimwerken zurückzuführen sind. „Gute Tipps finden sich rund um die Kampagne ‚Hände gut, alles gut‘ der AUVA, die sich dem sicheren Umgang beim Handwerken widmet“, so Pierer. (TT.com)

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