Schlechter Aprilscherz: Fake-„Corona-Brief" verunsicherte Leoganger

„Aufgrund der Nähe zu Tirol und einer bereits sehr hohen Zahl an bereits infizierten Personen", schrieb eine Leogangerin, würde es nun einen „verpflichtenden Corona-Test" in der Gemeinde geben. Der gefälschte Bürgermeisterbrief wurde online verbreitet – es sollte ein Aprilscherz sein.

(Symbolbild)
© Pixabay

Leogang, Zell am See – Es sollte ein Aprilscherz sein, doch die Folge war Verunsicherung der Bevölkerung: Vor einigen Tagen tauchte in den sozialen Medien ein gefälschter Bürgermeisterbrief der Gemeinde Leogang im Salzburger Pinzgau auf. Darin wurden die Bürger zu einer „kollektiven Testung des Corona-Virus mittels Nasenabstrich" am kommenden Wochenende in einer Schule aufgerufen. Die Verfasserin wurde ausgeforscht.

Bürger zum "kollektiven Coronavirus-Test" in Schule aufgerufen

Laut einem Bericht von ORF Salzburg kursierte der täuschend echt gemachte Brief im Internet und auf WhatsApp. Bürgermeister Josef Grießner (ÖVP) habe die Polizei alarmiert. Er sei entsetzt gewesen, dass jemand gerade in diesen Zeiten versuche, die Bevölkerung zu verunsichern und ihn persönlich zu diffamieren.

In dem mit 31. März datierten Schreiben steht, dass die Testung zur Eindämmung der Verbreitung von Covid-19 in der Turnhalle der Neuen Mittelschule stattfinde. Der Test sei für alle Gemeindebürger verpflichtend, „aufgrund der Nähe zu Tirol und einer bereits sehr hohen Zahl an bereits infizierten Personen". Und weiter: "Aufbauend auf das Ergebnis der Testung wird mit der Bundesregierung über eine mögliche Quarantäne der Gemeinde Leogang entschieden."

Verfasserin ausgeforscht: „Es war ein Aprilscherz"

Ermittlungen wurden eingeleitet und die Verfasserin ausgeforscht. Die 53-jährige Pinzgauerin erklärte, der Brief sei ein Aprilscherz und nur für Familienangehörige bestimmt gewesen. Doch der mit Gemeindestempel und Unterschrift versehene Bürgermeisterbrief zog rasch seine Kreise im Internet.

Das sei nicht beabsichtigt gewesen, rechtfertigte sich die Verfasserin. Die Polizei schickt nun den gefälschten Brief an die Staatsanwaltschaft zur rechtlichen Beurteilung. Gerade in Zeiten der Corona-Pandemie werde die Verbreitung von Falschmeldungen nicht als Scherz abgegolten, warnte eine Polizeisprecherin. (APA)


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