Entscheidung wohl am Montag: Kurz stellt Handel Rückkehr in Aussicht

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erklärte am Freitag im Nationalrat, dass man sich mit den Experten am Sonntag die Zahlen ansehen werde. Würden diese es hergeben, werde man am Montag bekannt geben, wo eine Wiederaufnahme des Betriebs machbar ist.

Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) mit Mund-Nasen-Schutz im Nationalrat.
© ROBERT JÄGER

Wien – Möglicherweise schon am Montag könnte man wissen, wann der Handel trotz Corona-Krise wieder stärker anläuft. Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) erklärte am Freitag im Nationalrat, dass man sich mit den Experten am Sonntag die Zahlen ansehen werde. Würden diese es hergeben, werde man am Montag bekannt geben, wo eine Wiederaufnahme des Betriebs machbar ist.

Einmal mehr klar gestellt wurde von Kurz, dass man mit dem Handel beginnen werde. Aber auch hier werde es Begleitmaßnahmen geben müssen, etwa über einen Kulturwandel mit Abstand halten und dem Anlegen von Masken. Für später will der VP-Chef auch vermehrt auf Tests setzen, mit denen man "Glutnester" löschen könne, damit nicht wieder ein Flächenbrand entstehe.

📽 Video | Sebastian Kurz (ÖVP) im Nationalrat

Der Kanzler versicherte, dass die Regierung alles Menschenmögliche tun werde, damit Österreich rasch wieder aus der Krise herauskommen - dies aber nicht um den Preis von Krankheit, Leid und Tod. Vizekanzler Werner Kogler (Grüne) ergänzte: "Würden wir alles mir nix, dir nix aufmachen, würde alles wieder von vorne beginnen." Der Grünen-Chef erinnerte, dass es für solch einen Fall Szenarios mit mehr als 100.000 Toten in Österreich gebe.

Justizministerin Alma Zadic (Grüne), Bildungsminister Heinz Faßmann (ÖVP) und Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) im Rahmen einer Sitzung des Nationalrates zum dritten Corona-Gesetzespaket im Parlamentsausweichquartier in der Wiener Hofburg.
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Für Kogler wäre es jetzt auch nicht seriös zu sagen, wann bestimmte Lebensbereiche wieder in den alten Stand zurückversetzt werden können, etwa bezüglich der Abhaltung von Großveranstaltungen. Gleichzeitig versicherte der Vizekanzler, dass die Regierung schon an den nächsten Paketen arbeite. Profitieren sollten da alle möglichen von Kultur- bis Sportvereinen.

Kurz appellierte in seiner Erklärung eindringlich an die Bevölkerung auch zu Ostern auf Familienzusammenkünfte zu verzichten. Einschränkungen seien notwendig, "damit wir die Freiheit wieder erlangen, die wir gewohnt sind und damit wir das Leben mit den Menschen führen können, die wir lieben und nicht Menschen verlieren, die nicht sterben müssten". Koglers Bitte an die Bevölkerung: "Wir kommen da raus, wenn wir zusammenhalten." Dass Österreich bisher besser durch die Krise gekommen sei als andere, sei dem Verhalten der Bevölkerung zu verdanken, lobte Kurz. (APA)


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