Gut zu wissen: Tipps für Senioren zum Umgang mit Geldgeschäften

Wie geht man bei der Auszahlung der Pension oder bei dringenden Bankterminen in Corona-Quarantäne vor? Die Antworten lesen Sie hier.

Nicht aufschiebbare Banktermine sollten jedenfalls vorher telefonisch besprochen werden. (Symbolbild)
© pixabay

Innsbruck – Menschenansammlungen sollen gemieden werden, Spaziergänge kurz ausfallen, die Versorgung zuhause am besten durch andere sichergestellt werden: Vor allem das Leben von älteren Menschen hat die Corona-Quarantäne mit den Maßnahmen zur Eindämmung des Virus auf den Kopf gestellt. Da sie auch diejenigen sind, die ihre Geldgeschäfte am liebsten vor Ort in der Bank abwickelten, hat das Innenministerium zusammen mit der Wirtschaftskammer (WKO) Tipps für Senioren zur finanziellen Versorgung herausgegeben. „Vor allem rund um die Auszahlung der Pensionen am Monatsersten sollen sie Handlungssicherheit geben", so Franz Rudorfer von der Sparte Banken und Versicherungen der WKO.

📅 Nicht gleich am Monatsersten zur Bank gehen

„Gerade wir Seniorinnen und Senioren müssen Menschenansammlungen schon zum eigenen Schutz vermeiden", erklärt die Präsidentin des Österreichischen Seniorenrates, Ingrid Korosec. Ihre Bitte sei daher, nicht gleich zum Monatsersten auf die Bank zu gehen. „Machen Sie sich telefonisch einen Termin mit Ihrem Bankbetreuer aus. Und: Wenn Sie eine Vollmacht zum Geldabheben erteilen, dann nur an gut bekannte Personen, niemals an Unbekannte", so Korosec.

💶 Geldbetrag überprüfen, mit eigenem Kuli unterschreiben

Die Pensionen werden wie gewohnt weiterhin am Monatsersten ausbezahlt, die Auszahlung erfolgt weiterhin auf das Pensionskonto. Pensionen, die bis dato per Post zugestellt wurden, werden auch weiterhin persönlich zugestellt. Die Zustellung erfolgt jetzt aber kontaktlos unter Einhaltung der vorgeschriebenen Hygiene- und Verhaltensregeln. Trotzdem wird empfohlen, den Geldbetrag noch während der Anwesenheit des Briefträgers zu überprüfen und den Empfang dann mittels Unterschrift auf einem Beleg mit dem eigenen Kugelschreiber zu bestätigen.

🏦 Notwendigkeit von Bankbesuch hinterfragen

Die Gesundheit der Menschen steht an oberster Stelle, betont das Innenministerium. Es gilt daher, die Notwenigkeit eines Bankbesuchs vorab zu hinterfragen. Die zahlreichen Online-Angebote der Bankinstitute können oftmals den Weg in die Bank ersparen – idealerweise können jüngere Angehörige oder Bekannte älteren Menschen zeigen, wie das funktioniert.

🚶↔️🚶 Empfehlungen in der Bank einhalten

Sollte der Besuch einer Bankfiliale dennoch absolute Dringlichkeit haben und nicht aufschiebbar sein, dann ist laut Ministerium und WKO folgende Vorgehensweise ratsam:

  • Es gilt wie in allen öffentlichen Einrichtungen, Distanz und den Mindestabstand von einem Meter zu anderen einzuhalten.
  • Neben dem persönlichen Kontakt zum Bankangestellten am Schalter können die Bankomaten oder die Selbstbedienungsautomaten in den Filialen genutzt werden.
  • Die Polizei ersucht, keine großen Mengen an Bargeld oder Wertgegenstände mit sich zu führen.
  • Nach der Erledigung der Geldgeschäfte sollten die Hände gründlich mit Seife oder Desinfektionsmittel gereinigt werden.

📞 Telefonische Terminvereinbarung

Sollte ein persönlicher Kontakt zur Bank dringend erforderlich sein, rät die WKO, vorab telefonisch mit dem Betreuer einen Termin zu vereinbaren. Die Notwendigkeit eines persönlichen Besuchs sollte zuerst telefonisch besprochen und etwaige andere Möglichkeiten ins Auge gefasst werden.

👱 Familienmitglied zur Bank schicken

Eine Alternative ist die Behebung von Bargeld durch ein Familienmitglied. Dazu ist die Ausstellung einer Vollmacht und ein Identitätsnachweis nötig. Die genaue Vorgehensweise soll ebenfalls zuerst telefonisch mit dem Bankbetreuer abgeklärt werden. Die Polizei rät, keinesfalls unbekannte Personen mit dieser Aufgabe zu betreuen.

💶👍 Allgemeine Tipps im Umgang mit Geldgeschäften

  • Die eigenen vier Wände sollten nur für dringende Bankgeschäfte verlassen werden.
  • Dabei sollte immer Distanz gehalten werden – sei es in den Filialen, vor dem Bankomaten, aber auch zu Familienmitgliedern, die bei Geldgeschäften behilflich sind.
  • Vertrauen sollte man nur Familienangehörigen oder engen Bekannten gegenüber aufbringen.
  • Keinesfalls sollte die Bankomat- oder Kreditkarte fremden Personen übergeben werden.
  • Lassen Sie sich nicht von fremden, vermeintlich hilfsbereiten Personen zu schnellen Handlungen und Unterschriften an der Haustür verleiten.
  • Nach Möglichkeit sollte kontaktlos bezahlt werden.
  • Vermeiden Sie es, große Mengen an Bargeld und Wertgegenständen mit sich zu führen oder zu Hause zu verwahren. (TT.com)

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