„Corona-Wunder" an Innsbrucker Klinik: Wiedersehen nach 70 Jahren

Zwei ältere Damen werden ins Krankenhaus eingeliefert, weil sie sich mit dem Coronavirus infiziert haben. Sie liegen beide auf der Station der Infektiologie der Innsbrucker Klinik, teilen sich ein Zimmer, unterhalten sich und machen dabei eine unglaubliche Entdeckung.

(Symbolbild)
© Pixabay

Innsbruck – Aus einem Film könnte sie sein, die Geschichte, die sich nun an der Innsbrucker Klinik zugetragen hat: Zwei ältere Damen liegen auf der Station der Infektiologie in der Innsbrucker Klinik nebeneinander und unterhalten sich. Sie erzählen sich voneinander und entdecken dabei einige Gemeinsamkeiten – und plötzlich erinnern sie sich: Vor 70 Jahren sind sie schon einmal Bettnachbarinnen gewesen. Auch in der Klinik, im gleichen Gebäude, im gleichen Zimmer.

Es war einmal vor 70 Jahren...

Es klingt fast zu unglaublich um wahr zu sein, aber als Beweis haben beide ihre Version der Geschichte noch in der Klinik niedergeschrieben. Getrennt voneinander, wie sie betonen:

Es war ziemlich genau vor 70 Jahren, als Ilse und Brunhilde ähnliche Symptome verspürten – Erbrechen, Fieber, Schmerzen. Die eine bei einem Ausflug, die andere auf dem Heimweg von der Schule. Beide suchten, getrennt voneinander, mit ihren Müttern den damaligen Kinderarzt in Absam auf. Mit derselben Diagnose, nämlich Verdacht auf Kinderlähmung, wurden die Mädchen sofort in die Kinderklinik nach Innsbruck überwiesen. Lebhaft erinnern sich die Frauen noch heute an die schmerzliche Prozedur der Rückenmarkspunktion und den Schlafsaal mit vielen Kindern. Die beiden Mädchen waren sich gleich sympathisch. Eine durfte allerdings bald nach Hause, die andere musste noch bleiben.

"Die Augen sind mir bekannt vorgekommen"

70 Jahre sind seither vergangen und es waren Ilses Augen, die Brunhilde gleich bekannt vorgekommen sind. Die beiden Damen kommen ins Reden und können es nicht fassen. Wieder hat eine weit verbreitete Krankheit sie nebeneinander ins gleiche Krankenhaus gebracht. Sogar ins gleiche Zimmer, sind sich beide einig.

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Und wieder durfte eine früher nach Hause, aber auch die zweite konnte inzwischen entlassen werden. Beide haben die Corona-Infektion gut überstanden. Die Absamer Mutter Gottes habe ihnen wieder geholfen, sind sie überzeugt. „Maria breit den Mantel aus…“, schreiben beide in ihren Geschichten. (TT.com, tkl)


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