Innsbruck öffnet Parks und Promenaden, Spielplätze weiter zu

Die Quarantäne in Tirol ist beendet (außer Paznaun, St. Anton und Sölden), Aktivitäten im Freien sind wieder erlaubt. Die Stadt Innsbruck öffnet ihre Parks und Promenaden für die Bevölkerung. Aber Achtung: Nach wie vor muss ein Mindestabstand eingehalten werden!

Ausgedehnte Stadtspaziergänge allein oder mit Personen aus dem gemeinsamen Haushalt sind ab sofort wieder erlaubt.
© Rudy De Moor

Innsbruck – Seit Dienstag ist die Vollquarantäne in Tirol aufgehoben, für alle Gemeinden (bis auf das Paznaun, St. Anton und Sölden) gilt nun das Gleiche wie im Rest von Österreich: ein allgemeines Betretungsverbot für den öffentlichen Raum, wie es das Land formuliert.

Das heißt: Bis vorerst Ende April gibt es nur vier Gründe, das Haus zu verlassen: Um zur Arbeit zu gehen, dringende Besorgungen zu erledigen, anderen Menschen zu helfen und sich im Freien sportlich zu betätigen.

Die Stadt Innsbruck öffnet nun ihre Parks und Promenaden wieder für die Bevölkerung. Konkret geöffnet werden die Innpromenade, die Sillpromenade, Wanderparkplätze sowie städtische Parks. Spiel- und Sportplätze bleiben auf Anraten von Experten jedoch vorerst weiterhin geschlossen.

Hundewiesen wohl doch geöffnet

Verwirrung herrschte am Dienstagvormittag zunächst darüber, ob Hundewiesen nun auch geöffnet seien oder nicht. Zunächst war in einer Instagram-Story der Stadt verkündet worden, Hundewiesen blieben weiterhin gesperrt. Später korrigierte Elmar Rizzoli, der zuständige Einsatzkoordinator, dass die Hundewiesen ab Dienstag wieder geöffnet sind.

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⚠️ Wichtig: Zwar sind ausgedehntes Spazieren, Wandern und Joggen alleine oder mit Menschen aus dem gemeinsamen Haushalt wieder erlaubt (auch über die Stadtgrenze hinaus) – dabei müssen aber nach wie vor gewisse Abstandsbestimmungen eingehalten werden. Konkret schreibt die Regierung einen Mindestabstand von einem Meter zu anderen Personen vor – im Idealfall sollen es sogar zwei Meter sein.

Innsbrucks Bürgermeister Georg Willi hat zwei Bitten: „Halten Sie beim Betreten der städtischen Parks, bei der Benützung der Sill- und Innufer und dem Spazieren in den stadtnahen Wäldern die Abstandsbestimmungen ein. Gehen Sie ruhig in die Rasenflächen unserer Parks hinein, das wird auch von Thomas Klingler, Chef des Stadtgartenamtes, begrüßt: Aber bitte halten Sie auch dort gebührenden Abstand zu den Mitmenschen im Park.“

Auch Vizebürgermeister Johannes Anzengruber appelliert: „Auch das Wandern und Joggen in den stadtnahen Erholungsgebieten ist jetzt möglich. Beachten Sie aber: Auf Sportarten, wie zum Beispiel Mountainbiken, Klettern, Bergsteigen, Paragleiten und Skitouren sowie Aktivitäten im hochalpinen Gelände, bei denen erhöhte Verletzungsgefahr besteht, sollte tunlichst verzichtet werden, damit unsere Rettungskräfte sich auf die Bekämpfung des Corona-Virus konzentrieren können.“

Recyclinghof wieder geöffnet

Darüber hinaus werden ab Dienstag der Recyclinghof sowie die städtische Kompostieranlage in der Rossau bzw. die Grünschnittsammelstelle in Kranebitten wieder geöffnet – allerdings wird darum gebeten, nur dringende Entsorgungen zu erledigen.

Für den Recyclinghof gilt:

  • Den Anweisungen des Recyclinghofpersonals ist jedenfalls Folge zu leisten
  • Zufahrt zum Recyclinghof nur aus dem Westen (Langer Weg)
  • Private und gewerbliche Kunden werden gebeten, ausschließlich dringende, nicht aufschiebbare Anlieferungen zu tätigen
  • Zufahrt nur mit selbst mitgebrachtem Mund- und Nasenschutz erlaubt
  • Beschränkte Personenanzahl, d.h. maximal acht Fahrzeuge dürfen sich gleichzeitig auf der Entladerampe aufhalten
  • Bei Staubildung im Auto bleiben
  • Abfälle vorsortieren
  • Es werden keine gebührenpflichtigen Abfälle übernommen. Sollten sich solche im Fahrzeug/Fahrzeuganhänger befinden, wird der Zutritt zum Recyclinghof verwehrt. Details unter www.ikb.at
  • Keine Einfahrten von Bürgern aus Nachbargemeinden (ausgenommen Ampass und Natters)
  • Der Recyclinghof ist während des Notbetriebes von Dienstag bis Freitag zwischen 8 und 12 Uhr sowie zwischen 13 und 17 Uhr geöffnet.

Die reguläre Abfallabholung („Müllabfuhr“) von zu Hause (Restmüll, Biomüll, Altpapier und Leichtverpackungen/Plastik) findet weiterhin wie gewohnt statt. Der Betrieb der öffentlichen Wertstoffinseln für Metallverpackungen/Dosen und Altglas/Flaschen bleibt auch unverändert.

Parallel zum Recyclinghof werden die Kompostieranlagen in der Rossau und die Grünschnittsammelstelle in Kranebitten (ausschließlich für Kleinmengen von Privaten) geöffnet. Auch hier gilt das Einhalten der Abstandspflicht sowie eine veränderte Vorgangsweise:

  • Mund- und Nasenschutz vorgeschrieben
  • Dosierte Einfahrten
  • selbst entleeren
  • Zum Schutz der Bürger und Mitarbeiter werden die Leistungen in der Kompostierung nur „gegen Lieferschein“ angeboten, Barzahlung gibt es keine.
  • Bis auf Weiteres ist es nur möglich, Schnittgut abzugeben, Kompost und Erdgemische werden derzeit nicht zum Verkauf angeboten.
  • Die Kompostieranlage und Grünschnittsammelstelle ist bis auf Weiteres von Dienstag bis Freitag von 8 bis 12 Uhr sowie von 13 bis 17 Uhr geöffnet.

Mund- und Nasenschutz in Innsbrucker Öffis

Ab 14. April muss man in den öffentlichen Verkehrsmitteln in Innsbruck – wie auch im Rest Österreichs – Mund und Nase bedecken. Erlaubt sind neben Einweg-Masken auch selbstgenähte Baumwollmasken (waschbar) oder Tücher und Schals.

Züge, Busse und Straßenbahnen werden verstärkt gereinigt und desinfiziert. Die Vordertüren bleiben weiterhin geschlossen und Fahrkarten können nach wie vor nicht im Fahrzeug gekauft werden. (TT.com)


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