Wetter

Nächstes Hoch zieht nach Tirol: Sonnenbrandgefahr am Osterwochenende

Wie im Vorjahr wird auch heuer das Osterfest in Tirol frühsommerlich.
© Reinhard Troger

Hoch Max löst Hoch Loris ab – jede Menge Sonnenschein und mehr als 20 Grad bestimmen heuer das Osterfest. Wegen eines Ozonlochs können die Strahlen auf blasser Haut gefährlich werden. Erst am Montag kündigt sich etwas Abkühlung an.

Innsbruck – Das heurige Osterfest wird in jeglicher Hinsicht etwas Besonderes, da macht das Wetter keine Ausnahme: Wie der Wetterdienst Ubimet und die Österreichische Unwetterzentrale berichten, erwarten uns am kommenden Wochenende frühsommerliche Temperaturen und jede Menge Sonnenschein in Tirol. Sogar die 25-Grad-Marke ist in Sicht. Sonnenanbeter sollten allerdings auf ausreichenden Schutz achten, da sich zu Ostern eine unterdurchschnittliche Ozonkonzentration über Mitteleuropa ankündigt.

Zu verdanken sind die überdurchschnittlichen Temperaturen dem Hoch Max, das in den kommenden Tagen das aktuell vorherrschende Hoch Loris ablöst. „Erst am Ostermontag zieht aus Norden eine Kaltfront auf“, sagt Manfred Spatzierer, Chefmeteorologe der Unwetterzentrale.

Warme Ostertage mit einzelnen Wolken

Viele ungetrübte Sonnenstunden und Höchstwerte von 22 Grad bringt schon der Gründonnerstag in Tirol. Im Laufe des Nachmittags bilden sich vor allem in Nordtirol Quellwolken über den Bergen, sie bleiben aber harmlos. Ganz ähnlich lautet die Prognose für Karfreitag sowie -samstag. Auch die 25-Grad-Marke rückt immer näher, in Tirol dürfte das Thermometer jedoch eher knapp darunter bleiben.

Schmelzgefahr bei Schoko-Eiern und Sonnenbrandgefahr bei den Suchenden bringt dann zunächst auch der Ostersonntag. Es wird in ganz Tirol bis in den Nachmittag hinein überwiegend sonnig, leicht föhnig und deutlich "zu mild" für Mitte April. Gegen Abend werden die Quellwolken aber größer und über den Bergen sind einzelne, kurze Schauer nicht ausgeschlossen.

Etwas Abkühlung und mehr Wolken dürften ab Ostermontag folgen, prognostiziert Spatzierer. In der Nacht fällt dann verbreitet etwas Regen und der Dienstag verläuft spürbar kühler.

Frühsommer oder Schnee: Osterwetter ist unberechenbar

Das Wetter zu Ostern fällt von Jahr zu Jahr sehr unterschiedlich aus, berichtet der Meteorologe: Einerseits befinden sich in der Übergangsjahreszeit in Nordeuropa oft noch kalte Luftmassen, andererseits kann der hohe Sonnenstand im April die Luft auf frühsommerliche Werte erwärmen.

Besonders extrem präsentierte sich das Wetter zum Osterfest vor sieben Jahren: „2013 gab es zu Ostern Schneefall bis ins Flachland“ erinnert sich Spatzierer. Vergangenes Jahr wurde dagegen in Innsbruck sogar ein Sommertag mit einem Höchstwert von knapp über 25 Grad verzeichnet.

Ozonloch über der Arktis sorgt für erhöhte Sonnenbrandgefahr

Der außergewöhnlich stark ausgeprägte Polarwirbel mit sehr kalten Temperaturen in der arktischen Stratosphäre hat heuer zur Entstehung eines seltenen Ozonlochs über der Arktis beigetragen. Je nach Position und Form des Polarwirbels kann es in den kommenden Wochen auch hierzulande zu unterdurchschnittlichen Ozonkonzentrationen in der Stratosphäre kommen, weshalb ein größerer Anteil der gefährlichen UV-B-Strahlung den Boden erreicht.

Derzeit deuten die Modelle genau am Osterwochenende auf eine geringere Ozonkonzentration als üblich über Mitteleuropa mit einer Abweichung von etwa -25 Prozent zum jahreszeitlichen Durchschnitt. „Auf der blassen Haut besteht eine besonders hohe Sonnenbrandgefahr“, warnt Spatzierer. (TT.com)