Tiroler will bei „2 Minuten 2 Millionen" mit Badefass heute die Feuerprobe bestehen

Geht es um Feuer und Wasser, ist Martin Auer aus Oberhofen voll in seinem Element. Kein Wunder also, dass der Jungunternehmer bei der Start-Up-Show „2 Minuten 2 Millionen" mit beheizbaren Outdoor-Badewannen aufschlägt. Was Reisen, Recycling und Referate damit zu tun haben, verriet der 29-Jährige im Gespräch mit der TT.

Martin Auer ist für seine beheizbaren Badewannen und Badefässer Feuer und Flamme. Aber wird er auch die Investoren von seiner Erfindung überzeugen?
© PULS4 / Gerry Frank

Von Tamara Stocker

Innsbruck, Wien – In der Schule sei für ihn schon das laute Vorlesen vor der Klasse ein Horror gewesen. Von Referaten ganz zu schweigen. Nun muss Martin Auer (29) aus Oberhofen vor rund 300.000 Menschen reden – bei der Start-Up-Show „2 Minuten 2 Millionen" will er sich am Dienstagabend (20.15 Uhr, Puls4) einen der fünf Investoren ins Boot holen. Oder besser gesagt in die Wanne.

Hinter seinem Jungunternehmen „Feuerwasser" stehen nämlich beheizbare Badefässer, die einen Hauch von Wellness in die eigenen vier Wände bringen sollen. Beziehungsweise auf Balkone, Gärten oder Terrassen. Die von Hand gefertigte „Outdoor Badewanne" mit integriertem Holzofen ist binnen einer Stunde einsatzbereit und ein absolutes Novum am Markt, erklärt Martin im Gespräch mit der Tiroler Tageszeitung Online. „Die runden Badefässer kennt man in ähnlicher Form aus Schweden, die Wanne ist meine eigene Erfindung."

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📺 Im TV | Martin Auers Auftritt bei „2 Minuten 2 Millionen" wird heute Abend ab 20.15 Uhr auf Puls4 ausgestrahlt.

💻 Im Web | Alles zu „Feuerwasser" und den Produkten gibt's HIER.

Von Schweden über Guatemala zurück nach Tirol

Das skandinavische Land war gleichzeitig auch Inspirationsquelle für Martins Weg in die Selbstständigkeit. Vor drei Jahren wanderte er dorthin aus. „Ich hab' mir dann ein kleines Haus renoviert und in anderen Gärten viele solcher Badefässer gesehen. Da stand für mich fest: Sowas muss ich auch haben. Und da ich Handwerker bin, war für mich auch klar, dass ich mir das selbst baue."

Doch mit dem „Leben in der nordischen Pampa", wie Martin sagt, sei er auf Dauer nicht warm geworden. „Ich wollt' halt mit 25 noch kein Pensionistenleben führen", blickt er schmunzelnd zurück. Nach einer weiteren Auslandsreise nach Guatemala stand für ihn fest: „Ich möchte mein Geld nicht weiter sinnlos ausgeben, sondern etwas für meine Zukunft machen."

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Fotostrecke: Die Wannen in freier Wildbahn – und in der Show

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Gesagt, getan. „Feuerwasser" war geboren. Und ein Jahr später hält Martin nun das Referat seines Lebens. Die Bewerbung bei „2 Minuten 2 Millionen" sei sein erster Impuls gewesen, da der Schritt vom Handwerker in die Selbstständigkeit ja kein einfacher sei: „Dieses Format ist eine einmalige Möglichkeit für mich." Die Vorbereitung auf die Show bezeichnet der Tiroler als „Riesending", allen voran seine Freundin habe ihn dabei mental gestärkt und viel mit ihm geübt. „Alles in allem war das eine enorme Persönlichkeitsentwicklung für mich", resümiert Martin.

Badespaß im Sinne der Umwelt

Das Thema Nachhaltigkeit liege dem Jungunternehmer besonders am Herzen. „Ich denke, das ist unablässig. Für mich war schon immer klar, dass ich regional und ökologisch vertretbar produzieren will, da kommt gar kein anderer Gedanke in Frage." Und so verwendet er für den Bau seiner Wannen- und Fässer nur Rohstoffe, die zu 100 Prozent recyclebar sind – nämlich außen Holz (vorwiegend Tiroler Fichte) und innen Edelstahl. Letzteres sei zudem noch sehr langlebig und äußerst hygienisch, erklärt der 29-Jährige.

📽️ Video | Martin Auer im Teaser-Trailer für heute Abend

Weiters ließen sich die Konstruktionen wieder in ihre Einzelteile zerlegen, da er nicht mit Leim arbeite. Das habe den Vorteil, dass einzelne Teile – nach längerer Benützung – wieder ausgetauscht werden können. „Dadurch lässt sich das gesamte Produkt einfach zerlegen und wiederverwerten."

Wegen des integrierten Ofens sei auch kein Stromanschluss nötig. „Das bedeutet kein Licht, kein Gesprudel oder andere elektronische Ablenkungen. Ich möchte, dass sich die Leute ganz bewusst in der Natur entspannen können." Ob der Oberhofener heute Abend in ebenso entspannter Manier vor den Investoren performen kann, wird sich zeigen.


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