Im Voraus geplante Reisen müssen nicht jetzt bezahlt werden

Für Urlaubsbuchende, die aufgefordert werden, ihre in einigen Wochen erst stattfindenden Pauschalreisen jetzt zu bezahlen, hat der ÖAMTC einige Tipps parat.

Wann man wieder so am Strand flacken kann, steht derzeit in den Sternen. (Symbolbild)
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Innsbruck, Wien – In der Rechtsberatung des ÖAMTC häufen sich derzeit Fragen im Zusammenhang mit Pauschalreisen, wie der Mobilitätsclub informiert. Vorwiegend gehe es um Veranstalter, die trotz bestehender Reisebeschränkungen die vollständige und prompte Bezahlung des Reisepreises verlangen. Obwohl der Zeitraum bis zur geplanten Reise großteils noch mehrere Wochen bis Monate beträgt. Darauf müssen sich Kunden keinesfalls einlassen.

ÖAMTC-Jurist Nikolaus Authried erklärt: „Bei Pauschalreisen, wenn also etwa Flug und Hotel gemeinsam gebucht worden sind, dürfen Beträge, die 20 Prozent des Reisepreises übersteigen, vom Veranstalter grundsätzlich frühestens 20 Tage vor Reiseantritt angenommen werden." Nur, wenn der Veranstalter eine unbeschränkte Insolvenzabsicherung abgeschlossen hat, sei er davon ausgenommen. Ob das beim jeweiligen Unternehmen der Fall ist, können Kunden einfach selbst über das Gewerbeinformationssystem Austria (www.gisa.gv.at) für das jeweilige Unternehmen kostenlos abfragen.

Viele Reisen zu Sommerbeginn vermutlich nicht durchführbar

Der Mobilitätsclub sieht eine solche Vorgehensweise, selbst wenn rechtlich korrekt, sehr kritisch. „Aufgrund der aktuellen Situation wird es immer wahrscheinlicher, dass solche Reisen rund um den Sommerbeginn ohnehin undurchführbar sein werden. Wenn der Veranstalter seine Leistung jedoch nicht erbringen kann, kann man als Kunde selbstverständlich kostenlos stornieren. Alle bezahlten Beträge müssten dann ohnedies refundiert werden", stellt Authried klar.

Für die betroffenen Kunden ist diese Situation jedenfalls schwierig: Zahlen sie den Restbetrag nicht, besteht die Gefahr, dass der Veranstalter dies als Nichterfüllung des Vertrages betrachtet. Zahlen sie doch, müssen sie unter Umständen monatelang auf eine Rückzahlung warten oder es wird versucht, Kunden mit Gutscheinen zu entschädigen.

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Kontakt mit Veranstalter aufnehmen, ÖAMTC-Rechtsberatung hilft

Der Club empfiehlt, so die frühe Forderung rechtlich gedeckt ist, mit dem Reiseveranstalter Kontakt aufzunehmen, um im gemeinsamen Gespräch zumindest einen Aufschub der Restzahlung zu erreichen. Vor einem übereilten Reiserücktritt warnt der ÖAMTC: Die Veranstalter könnten in diesem Fall auf Stornogebühren beharren, selbst wenn später die Reise doch abgesagt werden muss. Authried verweist in diesem Zusammenhang auf die individuelle Beratung durch die ÖAMTC-Juristen. „Bei allem Verständnis für die schwierige Situation der Reisebranche: Im Sinne der Fairness den Kunden gegenüber sollte mit Zahlungsaufforderungen für erst in einigen Wochen beginnende Reisen, die mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht stattfinden werden, noch zugewartet werden", so Authried.

Bei Fragen stehen die Juristen des Mobilitätsclubs auch unter den derzeitigen Bedingungen tagtäglich beratend zur Seite – Details: www.oeamtc.at/rechtsberatung. In Notfällen erreicht man die juristische Nothilfe rund um die Uhr (auch aus dem Ausland) unter +43 (1) 25 120 20. (TT.com)


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