Strabag: Großauftrag in Großbritannien trotz Coronakrise bestätigt

Die Planung für die britische Hochgeschwindigkeitsstrecke HS2 wurde bereits 2017 gestartet. Das Auftragsvolumen für das Dreier-Konsortium beträgt nun 3,3 Milliarden Pfund (3,44 Milliarden Euro).

Strabag-Zentrale in Wien.
© Reuters

Wien – Trotz Coronavirus-Krise ist ein britischer Bahn-Großauftrag an den heimischen Bauriesen Strabag nicht zum Stillstand gekommen. Der Auftraggeber High Speed Two (HS2) Ltd signalisierte grünes Licht für die Realisierung - das Konsortium aus Strabag, Skanska und Costain, an dem die Österreicher 32 Prozent halten, bekam heute sas sogenannte "Notice to Proceed" für die Streckenlose S1 und S2, wie die Strabag mitteilte.

Die geplante Hochgeschwindigkeitsstrecke HS2 in Großbritannien soll in der ersten Phase auf einer Länge von 225 km London und Birmingham verbinden. Später folgen Leeds und Manchester. Die beiden südlichen Baulose haben eine Gesamtlänge von knapp 26 Kilometer.

Mit der Planung, Kalkulation und Arbeitsvorbereitung wurde das Dreier-Joint-Venture bereits im Sommer 2017 um 79 Millionen Pfund beauftragt. Das sei nun "nahezu abgeschlossen". Zu Beginn war man noch von einem Bauvolumen von insgesamt rund zwei Milliarden Pfund (knapp 2,3 Milliarden Euro) ausgegangen. Mittlerweile hat sich der Auftragsumfang auf "voraussichtlich 3,3 Milliarden Pfund" massiv ausgeweitet.

Der Vertrag gibt "Sicherheit in unsicherem Umfeld"

Der am Mittwoch erteilte Auftrag bedeute den Übergang von Planungs- und Vorbereitungsarbeiten zu detailliertem Design und Bauausführung, erklärte die Strabag. "Trotz der besonderen Herausforderung, die die Coronavirus-Krise für uns alle bedeutet, freuen wir uns, dass der nächste Schritt für die Realisierung dieses komplexen Infrastrukturprojekts eingeleitet wurde", betonte Strabag-Chef Thomas Birtel. Der Vertrag gebe "Sicherheit in diesem derzeit unsicheren Umfeld".

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Der Baustellenbetrieb ist derzeit wegen der Coronavirus-Pandemie für alle nicht essenziellen Arbeiten ausgesetzt. Das rund 400-köpfige Joint-Venture-Team arbeite in Telearbeit intensiv weiter an der detaillierten Planung und Vorbereitung und sei bereit, die Arbeiten vor Ort schnell wieder aufzunehmen, sobald dies möglich sei. (APA)


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