Familienhärtefonds in Corona-Krise: Anträge ab sofort möglich

Anträge für den Corona-Familienhärtefonds sind ab sofort möglich. Ein entsprechendes Formular wurde auf der Homepage des Ministeriums bereitgestellt. Die ersten Auszahlungen sind ab Anfang Mai geplant.

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© Paumgartten

Wien – Anträge für den wegen der Corona-Krise von der Regierung aufgestockten Familienhärtefonds sind seit heute, Mittwoch, möglich. Wie Familienministerin Christine Aschbacher (ÖVP) in einer Aussendung mitteilte, stehen auf der Webseite des Familienministeriums ein Informationsblatt und das Antragsformular zur Verfügung. Maximal erhalten Familien 1200 Euro pro Monat.

Voraussetzungen sind, dass der Hauptwohnsitz in Österreich liegt und zum Stichtag (28. Februar) für mindestens ein Kind Familienbeihilfe bezogen wurde sowie mindestens ein im gemeinsamen Haushalt lebender Elternteil wegen der Corona-Krise seinen Arbeitsplatz verloren hat oder zur Kurzarbeit gemeldet wurde.

Familienhärtefonds

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Der Antrag kann per E-Mail an corona-hilfe@bmafj.gv.at eingebracht werden. Erste Auszahlungen sollen Anfang Mai fließen.

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Antragsformular

Informationsblatt

Richtlinien

Der Antrag muss folgendes enthalten:

  • vollständig ausgefülltes Antragsformular
  • Kopie (Foto) der Bankkarte des Kontos, das als Überweisungskonto im Antrag genannt wird
  • Bei unselbstständig Erwerbstätigen: Einkommensbeleg per 28.02.2020 und entweder ein Beleg der AMS-Leistung oder über die Höhe des Corona-Kurzarbeitsentgelts
  • Bei selbstständig Erwerbstätigen: Einkommensteuerbescheid 2017 und ein Nachweis darüber, dass der/die Antragsteller/in zum förderfähigen Kreis natürlicher Personen aus dem Härtefallfonds der WKÖ zählt sowie eine Bestätigung der Höhe der Zuwendung
  • allfällige weitere Einkommensbelege der Familie (des Partners oder der Partnerin)
  • Bitte alle Beilagen in gut lesbarer Qualität im jpg-Hochformat oder als pdf anschließen!
  • Sollten Sie keinen Drucker zur Verfügung haben, können Sie das Antragsformular ausfüllen, abspeichern und unter Anschluss einer Ausweiskopie (Foto von Reisepass, Personalausweis, oder Führerschein) mit den übrigen Unterlagen in einer E-Mail senden.

In Ausnahmefällen können Anträge auch per Post geschickt werden: Bundesministerium für Arbeit, Familie und Jugend, Abt. II/4

Untere Donaustraße 13-15, 1020 Wien.

Für selbstständig Erwerbstätige gilt, dass mindestens ein Elternteil wegen der Krise in finanzielle Notsituation geraten ist und zum förderfähigen Kreis aus dem Härtefallfonds der WKÖ zählt. Zudem darf das aktuelle Einkommen der Familie eine bestimmte Grenze – gestaffelt nach Haushaltsgröße - nicht überschreiten.

Da die Obergrenze für die Hilfen pro Familie und Monat 1200 Euro beträgt und die Zuwendung für bis zu drei Monate möglich ist, bekommt eine Familie maximal 3600 Euro. Die Höhe werde im Einzelfall geprüft und hängt von der Anzahl der Personen im gemeinsamen Haushalt und dem Alter der Kinder ab. Ziel sei eine "unbürokratische Abwicklung", so Aschbacher.

Die Arbeiterkammer (AK) hat indessen eine Nachbesserung bei den vom Familienministerium am Mittwoch veröffentlichten Richtlinien für den Corona-Familienhärtefonds verlangt. Denn vor dem Stichtag (28. Februar) Arbeitslose, geringfügig Beschäftigte und getrennt lebende Eltern würden nicht berücksichtigt.

Was ist mit jenen Menschen, die bereits vor Ausbruch der Krise arbeitslos waren und jetzt noch weniger einen Arbeitsplatz finden, weil die Wirtschaft auf ein Minimum zurückgefahren werden musste.
AK-Präsidentin Renate Anderl

Zudem gehen auch jene leer aus, die geringfügig beschäftigt sind und durch die Corona-Krise ihren Job verloren haben. Geringfügig Beschäftigte erhielten nicht nur kein Arbeitslosengeld, sondern auch keine Zuwendungen aus dem Familienhärtefonds. (APA, TT.com)


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