Gesundheitswesen: Neue Plattform für bessere Arbeitsbedingungen

Gewerkschaft, Arbeiter- und Ärztekammer haben sich zur "Offensive Gesundheit" zusammengeschlossen. Hauptziel sei die Aufrechterhaltung eines schlagkräftigen Gesundheits- und Pflegesystems.

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Wien – Gewerkschaft, Arbeiter- und Ärztekammer haben sich zur "Offensive Gesundheit" zusammengeschlossen. Hauptziel der neuen Plattform sei die Aufrechterhaltung eines schlagkräftigen Gesundheits- und Pflegesystems, hieß es in einer gemeinsamen Aussendung am Donnerstag. Dafür dringend notwendig seien bessere Arbeitsbedingungen für das Gesundheitspersonal.

Diese sollen sich sowohl in einer adäquaten Personalausstattung als auch in verbesserten Ausbildungsbedingungen und Gehaltsanpassungen ausdrücken. Die Initiative wird getragen vom Österreichischen Gewerkschaftsbund (ÖGB), den Gewerkschaften vida, GPA-djp, younion, GÖD sowie der Arbeiterkammer und der Ärztekammer für Wien.

Es ist unverständlich, dass in Krankenhäusern zwar die Anzahl der Toiletten genau normiert ist, es aber gleichzeitig keine Vorgaben gibt, wie viel und welches Personal vor Ort sein muss.
Gerald Mjka, Vorsitzender des Fachbereichs Gesundheit in der Gewerkschaft vida

Die "Offensive Gesundheit" fordert darüber hinaus bundesweit einheitliche Personalbedarfsberechnungsmethoden für alle Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen.

Grenzen des Gesundheitssystems aufgezeigt

Auch eine Offensive in der Aus- und Weiterbildung sei notwendig. Man will mittel- und langfristig sicherstellen, dass ausreichend Fachpersonal ausgebildet wird und die Patienten gut betreut werden können. Während der Coronakrise sei diese Problematik durch die Abhängigkeit aus dem Ausland wieder ganz besonders sichtbar geworden.

"Corona hat uns die Grenzen des Gesundheitssystems aufgezeigt. Ziel muss sein, dass bei der nächsten Pandemie die Gesellschaft und das öffentliche Leben nicht wieder zum Erliegen kommen", erklären die Vertreter der "Offensive Gesundheit" in der Aussendung gemeinsam. Dafür benötige es nun für das Gesundheitssystem "Investitionen, Investitionen, Investitionen". (APA)


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