28-Jähriger stürzte im Zillertal in Gletscherspalte

Ein erfahrener Alpinist stürzte am Hochfeiler in eine Gletscherspalte, sein Begleiter konnte den Sturz gerade noch abfangen. Die Bergrettung konnte den Mann bergen.

Bergrettungseinsatz am Hochfeiler.
© ZOOM.TIROL

Ginzling – Die geringe Schneelage dürfte einem Alpinisten am Freitag am Hochfeiler im Zillertal zum Verhängnis geworden sein. In einer Zweier-Seilschaft mit seinem Kollegen (46) querte der 28-Jährige einen steilen Gletscherhang auf knapp 2900 Metern Seehöhe. Der 46-Jährige konnte eine unter dem Schnee verborgene Gletscherspalte überwinden, sein Hintermann dagegen brach ein. Er stürzte fünf bis sechs Meter in die Spalte ab. Die erfahrenen Alpinisten konnte einen weiteren Absturz verhindern und den Verunglückten bis zum Eintreffen der Bergrettung Ginzling sichern.

„Die Männer waren korrekt unterwegs, bestens ausgerüstet und sind sehr erfahren“, berichtete der Ortsstellenleiter der Bergrettung Ginzling, Ulrich Huber, nach dem Einsatz. Nach der Alarmierung um 8.21 Uhr hat ein Hubschrauber sechs Bergretter der Ortsstelle Ginzling in die Nähe der Unfallstelle gebracht. Drei weitere Retter warteten in Bereitschaft. „Trotz dieser Höhe liegt dort oben nur ein halber Meter Schnee über dem Eis. Das dürfte die Ursache für den Spaltensturz gewesen sein“, meinte Huber. Der 28-Jährige konnte sich trotz einer ausgekugelten Schulter selbstständig auf den Heimweg begeben. (TT)


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