Mercedes-Teamchef Wolff kaufte Anteile von Aston Martin

Der Österreicher sicherte sich einen 0,95-prozentigen Anteil des Unternehmens. Die Rolle von Wolff als Geschäftsführer bei Mercedes sei dadurch unbeeinflusst.

Toto Wolff konzentriert sich weiter auf die Arbeit bei Mercedes. Das Mini-Investment bei Aston Martin soll diese nicht beeinträchtigen.
© PETER PARKS

London – Mercedes-Motorsportchef Toto Wolff steigt als Investor beim Sportwagenbauer Aston Martin ein. Der britische Hersteller wird im nächsten Jahr auch mit einem Werksteam in der Formel 1 starten und damit zum Konkurrenten für Wolffs Mercedes-Rennstall. Das Investment des Österreichers bei Aston Martin entspreche "einem 0,95-prozentigen Anteil am Unternehmen", teilte ein Mercedes-Sprecher mit. Die Rolle von Wolff als Partner und Geschäftsführer bei Mercedes sei "durch die Transaktion unbeeinflusst".

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Daimler hält bereits seit 2013 Anteile an Aston Martin. Zuletzt hatte eine Investorengruppe um den kanadischen Unternehmer Lawrence Stroll mehr als 600 Millionen Euro in den Autobauer gepumpt. Stroll, der künftig auch Vorstandschef von Aston Martin wird, ist mit Wolff befreundet. Der 60-Jährige hatte sein Engagement im Motorsport immer weiter ausgebaut. Im kommenden Jahr wird das Team Racing Point, für das sein Sohn Lance fährt, zum Werksrennstall von Aston Martin.

Wolff-Vertrag bei Mercedes läuft Ende 2020 aus

Wolff hatte zuletzt Gerüchte dementiert, dass er als Geschäftsführer zu Aston Martin wechseln könnte. Laut Mercedes hat sein Investment keinen Einfluss auf seine Aufgaben bei Mercedes. Der 48-Jährige ist seit 2013 Motorsportchef beim deutschen Autobauer. In den vergangenen sechs Jahren gewann Mercedes in der Formel 1 jeweils den WM-Titel bei den Fahrern und den Konstrukteuren.

Wolffs Vertrag bei Mercedes läuft Ende dieses Jahres aus. "Wir sind weiterhin in guten Gesprächen, was wir gemeinsam weiter machen wollen", hatte er jüngst der Zeitung "Österreich" gesagt. Durch die Corona-Krise seien diese Gespräche aber in den Hintergrund gerückt. "Wir alle haben jetzt größere Probleme zu lösen - menschliche Probleme in unseren Firmen", sagte Wolff. (APA)


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