Körperpflege in der Corona-Krise: Mehr Hygiene, weniger Styling

Home-Office und Ausgangsbeschränkungen wirken sich laut einer aktuellen Umfrage auf die Körperpflege aus. Auf Hygiene wird demnach verstärkt geachtet, auf Styling hingegen weniger.

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© CHRISTIAN BEUTLER

Wien – In der Corona-Krise, die viele Menschen seit Wochen großteils zuhause hält, setzen die Österreicherinnen und Österreicher in Sachen Körperpflege auf etwas mehr Hygiene und weniger Styling. Besonders groß ist laut einer Umfrage die Vorfreude auf einen Friseurbesuch. Der Renner unter den Produkten im Bad ist Handcreme, Duft und Rasur sind jetzt weniger gefragt.

Wie sich Home-Office und Ausgangsbeschränkungen auf Körperpflege auswirken, hat sich die Branchenplattform Kosmetik transparent mit dem Marktforschungsinstitut Marketagent.com angeschaut. Online wurden 500 Personen im Alter zwischen 20 und 75 Jahren von 3. bis 7. April über ihre Gewohnheiten befragt. "Wie man sich pflegt, welche Produkte Priorität haben bzw. in den Hintergrund rücken, ist ein Spiegelbild aktueller Ereignisse", sagte Stefan Kukacka, Sprecher von Kosmetik transparent.

Ganz oben im Vorfreude-Ranking liegt ein Friseurbesuch mit Schneiden und Färben (38,5 Prozent). Rund 20 Prozent der Österreicherinnen färben und tönen ihre Haare einstweilen eigenhändig daheim. Ansonsten freuen sich viele auch schon auf Maniküre und Pediküre (10,6 Prozent) sowie Wellness mit Therme und Sauna (6,4 Prozent).

Rückgang bei Dauer der Körperpflege

Im Vergleich zu einer vorangegangenen Studie aus dem Jahr 2012 wurde bei der Dauer der für Körperpflege aufgewendeten Zeit ein Rückgang festgestellt, von damals durchschnittlich 38 auf derzeit 31 Minuten wochentags bzw. 33 Minuten am Wochenende. Je jünger, desto mehr Zeit wird allerdings investiert: 28 Prozent der 20- bis 29-Jährigen brauchen 31 bis 60 Minuten, zehn Prozent mehr als eine Stunde.

Die als Corona-Vorsichtsmaßnahme intensivierte Handhygiene macht Handcreme zum Renner: Mehr als ein Drittel der Befragten verwendet sie häufiger als vorher. Fast zwölf Prozent der Umfrageteilnehmer duschen derzeit aber auch öfter. Die überwiegende Mehrheit - rund 82 Prozent - hat an ihren Duschgewohnheiten nichts geändert. Acht Prozent putzen häufiger die Zähne, 90 Prozent wie immer. Mehr als sieben Prozent greifen häufiger zu Mundwasser, und fast acht Prozent waschen häufiger die Haare, haben die Marktforscher erhoben.

Ins Hintertreffen geraten sind im Vergleich zu "normalen" Zeiten vor allem Düfte: Fast ein Drittel trägt seltener Eau de Toilettes und Parfums auf, Deos werden mit rund 16 Prozent und Stylingprodukte für die Haare zu 24 Prozent weniger verwendet. Fast 20 Prozent der Männer rasieren sich seltener. Ebenso viele Befragte enthaaren seltener Achseln und Körper. Das Bedürfnis nach Duft und so manche Stylingrituale rücken "durch die aktuelle Lebenssituation in den Hintergrund", meinte Kukacka.

Fast 66 Prozent der Österreicherinnen verwenden aktuell kein Make-up. 20 Prozent tragen Wimperntusche aber auch in Zeiten der Ausgangsbeschränkungen, gefolgt von Eyeliner (14 Prozent), Nagellack (zehn Prozent) und Lippenstift (acht Prozent). (APA)


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