Die „Trainer-Quarantäne" fördert auch bei Ramsbacher die Kreativität

Die Unterhaus-Saison wurde vorzeitig beendet, aber die Legende(n) leben weiter: Im dritten Teil der Serie steht Imsts Neo-Trainer Herbert Ramsbacher Rede und Antwort.

Trotz Corona guter Dinge: das Imster Trainer-Quartett (von links) Herbert Ramsbacher, Norbert Raich, Werner Fauland und Armin Winterle.
© Zangerl

Von Tobias Waidhofer

Imst – Humor ist, wenn man trotzdem lacht: „Man muss immer das Positive herausheben, es gibt sicher keinen Imst-Trainer, der so lange ungeschlagen geblieben ist“, meldete sich Herbert Ramsbacher aus der unfreiwilligen „Trainer-Quarantäne“.

Im Dezember war der 38-Jährige beim SC Imst auf Sladi Pejic gefolgt, um nach Winterpause und Saisonabbruch immer noch auf sein Pflichtspieldebüt zu warten. Man könne nur abwarten. Und planen: „Ich beschäftige mich damit, wie ich das Training gestalten kann, wenn wir mit Kleingruppen auf den Platz zurückkehren dürfen.“ Und Ramsbacher ist mit Hinweis auf sein Trainerteam überzeugt: „Das werden wir hinkriegen.“

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Überhaupt sei man rund um die Velly Arena gut aufgestellt: „Hut ab vor den Spielern, wie sie ohne Ziel vor Augen mit dieser Situation umgehen.“ Nach der Entscheidung des ÖFB-Präsidums ist immerhin klar, dass es in dieser Saison nicht mehr weitergeht. Im Gegensatz zu manch anderem Kollegen findet der Ex-Profi (FC Wacker, FC Südtirol) den Beschluss „okay“. Er wolle „nicht in der Haut der Entscheider stecken. Jeder, der das nicht entscheiden muss, ist jetzt g’scheit“, so der ehemalige Schwaz-II-Coach.

Und was, wenn das Virus den Betrieb doch länger stoppen sollte? „Daran will ich gar nicht denken“, spricht aus Ramsbacher auch der Charakter eines positiv Fußballverrückten, der sich auch vor stundenlangen Einzelgesprächen mit Spielern nicht scheut. Und auch zuhause fällt dem Familienvater die Decke noch nicht auf den Kopf. „Man findet Lösungen, man muss nur kreativ sein.“ So wie als Fußball-Trainer.


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