Bora-Teamchef stellt klar: „Sind bereit, bis Weihnachten zu fahren"

Alleine die Durchführung der Tour de France würde 70 Prozent des Jahre-Werbewerts erwirtschaften. Das Team von Lukas Pöstlberger und Co. ist auf jeden Fall bereit, bis Jahresende in die Pedale zu treten.

  • Artikel
  • Diskussion
Lukas Pöstlberger und Co. hoffen mit einem dichtgedrängten Herbst die Rad-Saison noch zu retten.
© JEFF PACHOUD

Berlin – Teamchef Ralph Denk vom deutschen Radrennstall Bora-hansgrohe hat Gehaltseinsparungen im Zuge der Corona-Krise nicht ausgeschlossen. "Wir entscheiden das Monat für Monat. Viel hängt davon ab, wann wir die Saison fortsetzen. Bis dato wissen wir nur vom Startpunkt der Tour am 29. August. Der Weltverband UCI hält aber noch eine Wiederaufnahme der Saison am 1. Juli für möglich", sagte Denk der FAZ.

🔗 Weitere Artikel zu diesem Thema:

>>> Utopischer Rad-Kalender sorgt für Skepsis: „Schäden, die irreparabel sind"

>>> Coronavirus stoppte auch den Ötztaler Radmarathon 2020

3 x Futterkutter-Kochbuch zu gewinnen

TT-ePaper gratis ausprobieren, der Gratiszeitraum endet nach 4 Wochen automatisch.

>>> Live-Blog: Die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Sport

Bei Bora-hansgrohe sind die fünf österreichischen Profis Patrick Konrad, Lukas Pöstlberger, Gregor Mühlberger, Felix Großschartner und Patrick Gamper engagiert. Im April habe das Team die vollen Gehälter ausgezahlt, aktuell sei die Mannschaft nicht in ihrer Existenz gefährdet, betonte Denk: "Wir bewerten die Situation mit unseren Sponsoren in kurzen Abständen. Wir haben tolle Partner, die zu ihrem Engagement und Investment stehen." Viel hänge von der Austragung der Tour de France ab. "Damit hätten wir 70 Prozent des Jahres-Werbewerts erreicht. Damit könnten wir auch noch leben."

Die Tour ist wegen der Corona-Krise um zwei Monate nach hinten verlegt worden, danach sollen auch noch der Giro d'Italia und die Spanien-Rundfahrt stattfinden. "Wir als Team sind bereit, bis Weihnachten zu fahren. Wenn wir dann noch die fünf Monumente wie zum Beispiel Paris–Roubaix reingeschoben bekämen, hätten wir beinahe alles gerettet im Radsport. Dann könnten wir am Jahresende sagen: Es ist fast alles gut." (APA)


Kommentieren


Schlagworte