Neuer Fahrplan aus der Krise: Österreich sperrt im Mai schrittweise weiter auf

Die Regierungsspitze hat einen neuen Fahrplan präsentiert, wie Österreich ab Anfang Mai wieder zu einer schrittweisen "neuen Normalität" kommen soll. Das beinhaltet eine Lockerung der Ausgangsbeschränkungen sowie Öffnungen von Geschäften und Lokalen, aber auch der Schulen.

Innenminister Karl Nehammer (ÖVP), Vizekanzler Werner Kogler (Grüne), Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Gesundheitsminister Rudolf Anschober (Grüne) (v.l.).
© HELMUT FOHRINGER

Wien – Die Regierungsspitze hat am Dienstag die weiteren Schritte zum "Hochfahren" des Landes nach dem Corona-"Shutdown" dargelegt: Mit 1. Mai werden die Ausgangsbeschränkungen gelockert und sämtliche Geschäfte dürfen öffnen. Die Gastronomie sperrt Mitte des Monats auf. Der Schulbetrieb wird ab 4. Mai stufenweise wieder beginnen, kündigte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) an.

Auch Masseure, Fußpfleger und Friseure dürfen mit 1. Mai ihre Dienstleistungen anbieten, wobei – wie in Lokalen und Geschäften – MNS-Masken getragen werden müssen und der Ein-Meter-Sicherheitsabstand zu beachten ist. Sperrstunde für die Lokale, die ab 15. Mai wieder aufmachen dürfen, ist vorerst 23 Uhr.

Ab 4. Mai starten im Schulbereich die Vorbereitungen für die Matura und Lehrabschlussprüfungen, mit 15. Mai soll der Schulbetrieb für andere Schulstufen etappenweise hochgefahren werden. Ebenfalls ab 15. Mai sollen Gottesdienste wieder möglich sein.

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Neustart im Breitensport mit 1. Mai

Mit 1. Mai soll es zudem einen Neustart im Breitensport geben. Sportler sollen ihre Touren aber "mit Maß und Ziel" absolvieren, rät Stefan Hochstaffl, Präsident des Österreichischen Bergrettungsdienst (ÖBRD), auf APA-Anfrage. Die großen Alpinvereine sind zuversichtlich, dass die Hüttensaison nicht ausfallen wird. "Wir hoffen, dass ein Teil der Hütten Mitte Mai aufsperren kann", meint Regina Hrbek von den Naturfreunden Österreich. Dass es Einschränkungen geben wird, ist aber klar. "Das wird eine spezielle Saison", hielt Peter Kapelari, Leiter der Abteilung Hütten beim Alpenverein, fest. An besonderen Hygienevorschriften wird kein Weg vorbeiführen.

Wiens Bürgermeister Michael Ludwig (SPÖ) will der Bevölkerung im Sommer trotz Coronavirus den Zugang zu den Freibädern ermöglichen. Sollte aus Sicherheitsgründen das Schwimmen nicht möglich sein, könnten zumindest die Liegeflächen als Erholungsraum genutzt werden. Man sei dazu "in engen Gesprächen" mit dem Bund. Die Zutrittskontrollen zu den Bundesgärten in Wien sollen unterdessen nach dieser Woche eingestellt werden.

© TT.com

"Wiesn Fest im Prater" wackelt, Donauinselfest soll stattfinden

Ob das "Wiener Wiesn Fest im Prater", das vom 24. September bis 11. Oktober angesetzt ist, heuer stattfindet, wird am Donnerstag bekanntgegeben. Seit der Absage des Vorbilds in München wird auch in Wien darüber spekuliert, ob das Event wie vorgesehen über die Bühne gehen kann. Das Wiener Donauinselfest soll wie geplant im September stattfinden, wurde am Dienstag erneut versichert.

Bis Dienstagvormittag lagen 14.873 positive Testergebnisse auf SARS-CoV-2 vor (Stand 9.30 Uhr). Die Zahl der an oder mit Covid-19 Verstorbenen wurde von Innen- und Gesundheitsministerium mit 491 beziffert. 10.971 Menschen galten als wieder genesen. Die Zahl der aktiv Erkrankten ist um 7,7 Prozent auf 3.411 gesunken. 756 Corona-Patienten befanden sich in einem Krankenhaus, 196 der Betroffenen in Intensivpflege. (APA)


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