Schiechtl und die Sehnsucht, endlich wieder eine EM zu spielen

Die Tirolerin Katharina Schiechtl (27) sieht in der Verschiebung der EM auf 2022 eine Chance und kann die Gründe für den Abbruch der Frauen-Bundesliga in Österreich nachvollziehen.

Für Katharina Schiechtl und ihre ÖFB-Team-Kolleginnen wird der Ball wohl noch länger ruhen.
© GEPA pictures/ Michael Meindl

Die Corona-Krise trifft den Frauenfußball voll. Wie sind Sie betroffen?

Schiechtl: Wir sind mit Werder Bremen derzeit Tabellenführer in der zweiten Liga. Noch ist keine Entscheidung gefallen, ob die Saison fertig gespielt werden kann. Wichtig ist, dass der Frauenfußball von den Verbänden nun finanziell unterstützt wird.

Die Frauen-EM wurde um ein Jahr auf 2022 verschoben.

Schiechtl: Das muss man so akzeptieren. Einerseits hat man mehr Zeit, sich noch besser einzuspielen. Aber natürlich ist die Sehnsucht groß, nach 2017 endlich wieder eine EM zu spielen. Zuerst wollen wir die Quali erfolgreich abschließen.

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Ist es unfair, dass in Österreich die Frauen-Liga abgebrochen wurde, die Herren-Bundesliga jedoch nicht?

Schiechtl: Eine schwierige Frage. Fakt ist, dass die Frauen in einer Amateur-Liga spielen. Da wäre es nicht einfach, neben dem Beruf mehrere Spiele nachzuholen.

Das Interview führte Benjamin Kiechl


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