Entgeltliche Einschaltung

Aufeinander schauen in schwierigen Zeiten

„Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger! Die Coronakrise hat uns nun schon mehrere Wochen fest im Griff. Vorweg möchte ich allen Kranken, Einsamen, Angsterfüllten, Arbeitslosen, Überforderten und Menschen, die den Tod eines Angehörigen beklagen, mein tiefes Mitgefühl ausdrücken.

Caritasdirektor Georg Schärmer bittet die Tirolerinnen und Tiroler um Unterstützung.
© Caritas/Palfrader

Gleichzeitig möchte ich mich bei allen bedanken, die in dieser außergewöhnlichen Situation zu ihrer Verantwortung stehen und alles unternehmen, die Versorgung sicher zu stellen. Es ist erstaunlich, wie viel funktioniert: Lebensmittelversorgung, Strom, Wasser, Müllentsorgung, öffentlicher Verkehr, und vieles mehr. Viele Kräfte greifen ineinander. Polizei, Bundesheer, Rettungs- und Hilfsorganisationen, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den Sozial-, Gesundheits- und Bildungsbereichen, in der Wirtschaft, insbesondere auch in der Landwirtschaft und vor allem in der Nachbarschaftshilfe.

Selbst wenn wir die erste Welle der Coronakrise überwunden haben, stehen wir vor gewaltigen wirtschaftlichen und sozialen Herausforderungen. Vieles gilt es neu aus zu verhandeln: Zwischen Arbeitslosen und Beschäftigten, Gesunden und Kranken, Vermögenden und Verarmten, Eingebundenen und Vereinsamten. Teilen und Verzichten sind Leitblanken in eine neue, vielleicht auch gerechtere Welt. Was wir unmittelbar erfahren haben, ist die Bedeutung lokaler Wirtschaftskreisläufe.

Familienhilfe ist ein Anker, der schnell und unbürokratisch hilft.
© Caritas/Palfrader

Dasselbe gilt für wohnortnahe Sozial- und Gesundheitseinrichtungen. Diese brauchen Sicherheit, nachhaltige Finanzierung, weniger Bürokratie und Bevormundung. Der Grundwasserspiegel der Solidarität in unserem Land ist hoch. Dennoch muss unser Sozialsystem weiterentwickelt werden. Verpflichtende Gemeinwohlzeit, ja sozialer, ökologischer und kultureller Zivildienst für alle, ein existenzsicherndes Grundeinkommen für jede und jeden dürfen keine Tabus mehr sein.

Vorbei an Leuchttürmen nachhaltiger Werte, die wir neu ausverhandeln müssen, gilt es, unser Zusammenleben und Zusammenwirken in neue Gewässer zu steuern. Freiheit und Verbindlichkeit sind keine Widersprüche, sondern untrennbare Zwillinge.

Vieles, was wir zur Gewohnheit und Selbstverständlichkeit erhoben haben, ist wie vom Wind vertragen worden. Wir erleben derzeit übersatte Wiesen mit leuchtend gelben Löwenzahnblumen. Sie werden zu Pusteblumen und verschwinden im Erdboden. Aber wir wissen: Auferstehung und verwandelte Wiederkehr sind kein Märchen, sondern belegte Wirklichkeit.

Wir haben einen langen Weg vor uns. Als Caritas konnten wir von Anbeginn der Krise an die meisten Dienste aufrechterhalten. Ich sage allen Dank, die uns dabei unterstützt haben. Caritas ist Dauerauftrag und geht immer. Ich bitte Sie weiterhin um ihr Wohlwollen und ihre Hilfe.“

Dankbar, Ihr Georg Schärmer

Caritasdirektor

Die Caritas hilft

Wärmestuben: Mehr als 30.000 Mahlzeiten werden in den Wärmestuben der Caritas in Tirol jährlich ausgegeben. Duschmöglichkeiten, Sozialberatung, Gesprächsmöglichkeiten und ein stets offenes Ohr runden unser Angebot ab.

Demenz-Servicezentrum: Menschen erkranken an Demenz, ihre Familien brauchen Hilfe. In unserem Demenz-Servicezentrum finden sie Unterstützung. Wir bieten ein umfangreiches Beratungs-, Informations- und Bildungsangebot. Derzeit werden Angehörigen-Cafes mittels Videokonferenzen angeboten.

Familienhilfe: Schwere Erkrankungen, Erschöpfung, Überlastung, Krisen – Unsere Familienhelferinnen arbeiten im häuslichen Umfeld zur Überbrückung schwieriger Lebenslagen und akuten Not- und Krisensituationen.

Für jede Spende sind wir dankbar!

Spendenkonto:

Caritas der Diözese Innsbruck

IBAN:AT79 3600 0000 0067 0950

Verwendungszweck: Caritas-Frühjahrssammlung

BIC: RZTIAT22

www.caritas-tirol.at


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