Gut zu wissen: Diese Regeln gelten für Gottesdienste

Mit den gelockerten Corona-Schutzmaßnahmen können ab 15. Mai wieder Gottesdienste gefeiert werden. Die Bischofskonferenz hat detaillierte Regeln für katholische Messen erlassen.

Oster-Gottesdienst aus dem Wiener Stephansdom mit Kardinal Christoph Schönborn. Aufgrund der Corona-Maßnahmen fand der Gottesdienst ohne Besucher statt – das ändert sich ab 15. Mai.
© APA/Punz

🙏 Das gemeinsame Beten und Singen ist auf ein Minimum zu reduzieren.

❌💦 Kein Weihwasser

👰 🤵Taufen und Trauungen sind mit maximal zehn Teilnehmern erlaubt, wobei aber Verschiebung empfohlen wird. Bei der Trauung wird statt dem Anstecken der Ringe „die Bestätigung der Vermählung durch das Umwickeln der Hände mit einer Stola in Stille" vorgeschlagen.

⚰️ Bei Begräbnissen sind maximal 30 Personen erlaubt.

📅 Weiter verschoben werden Messen im Freien, Erstkommunion und Firmung.

🧍▫️▫️🧍 In der Kirche gelten 10 m2 pro Person, also prinzipiell zwei Meter Mindestabstand.

😷 Maskenpflicht in der Kirche

🧴 Regelmäßige Desinfektion von Türgriffen etc. Über die Einhaltung wachen Ordnerdienste. Kommt es – etwa bei der Kommunion – irrtümlich zum direkten Handkontakt, muss der liturgische Dienst unterbrochen und die Beteiligten müssen sich die Hände waschen oder desinfizieren.

👐 Handkommunion ist erlaubt. Dabei ist aber direkter Handkontakt zu vermeiden. Die Hostien müssen bis dahin zugedeckt sein, der Austeiler muss kurz vorher eine Maske anlegen und sich die Hände „gründlich" reinigen. Es ist „größtmöglicher Abstand" einzuhalten, „die Worte ,Der Leib Christi' – ,Amen'" entfallen. Zwei-Meter-Regel und Maskenpflicht sind dafür kurzfristig ausgesetzt.

🧑👧 Ministranten dürfen (mit zwei Metern Abstand) eingesetzt werden.

⛪ Die Messe soll immer nur „in der großen Kirche" gefeiert werden. In dieser ersten Stufe sind die Gläubigen weiter von der Sonntagspflicht entbunden.

💬 Gebeichtet wird weiter nur außerhalb des Beichtstuhles, „bevorzugt in einem ausreichend großen und gut durchlüfteten Raum", mit zwei Meter Abstand und eventuell Plexiglasscheibe.

In ihrem Hirtenwort ersuchten die Bischöfe die Gläubigen weiter um „Geduld, Verantwortungsgefühl und Rücksichtnahme verbunden mit dem Blick auf verschiedene Formen des Kirche-Seins".

Die Einschränkungen seien ein notwendiger Beitrag zur Überwindung der Pandemie und würden dem christlichen Gebot der Selbst- und Nächstenliebe entspringen. Es sei „eine Zeit der Hauskirche", es gelte weiterhin zu Hause zu beten und die Bibel zu lesen – und die „Mitfeier des Gottesdienstes über die Medien" sei weiter wichtiger Teil des Glaubenslebens. (APA, TT.com)


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