Trainer-Premiere und Abschiedsspiel von Osl aufgeschoben, aber nicht aufgehoben

Teil sechs der TT-Unterhaus-Serie: Der Saisonabbruch im Amateur-Fußball traf das Telfer Urgestein Daniel Osl in doppelter Hinsicht. An Beschäftigung fehlt es in der Zwangspause allerdings nicht.

War am Rasen auch kein Kind von Traurigkeit – Daniel Osl will seine Karriere am liebsten mit einem Derby gegen Imst (r. Prantl) beenden.
© Böhm

Von Alex Gruber

Telfs – Nach dem überraschenden beruflichen Abgang von Stefan Höller im Winter wäre das Telfer Urgestein Daniel Osl mit Unterstützung von Marcel Schreter im Frühjahr am Emat eigentlich in der Regionalliga Tirol in die Trainerrolle geschlüpft. Aber dann kam Corona und das traf den 37-jährigen Edel­routinier im Fußball-Unterhaus gleich zweifach:

Einerseits blieb ihm (vorerst) seine Cheftrainer-Premiere verwehrt, andererseits fiel auch das gegen den SC Imst geplante Abschiedsspiel ins Wasser: „Das werden wir schon noch nachholen. Im Sommer hätte ich so oder so zu 99 Prozent die Schuhe an den Nagel gehängt“, sagt der Defensivstratege, der außer einem Gastspiel bei Axams (Sommer 2004 bis Jänner 2007) seinem SV Telfs stets die Treue hielt.

Langfristig keine großen Pläne im Trainergeschäft

„Das Kicken an sich geht mir nicht mehr so ab, aber mir fehlt das Vereinsleben und das Treffen der Freund­e“, hält Osl fest, der sich die freie Zeit momentan natürlich mit seinen beiden Töchtern Emili­a (10) und Valentina (5) vertreibt. Zudem wird im eigenen Garten gerade an einem Pool gebastelt.

Nach der Corona-Krise und dem hoffentlich im Herbst wieder möglichen Wiederanpfiff im Tiroler Fußball will Osl sehr wohl zumindest für einige Zeit an der Outlinie stehen: „Ohne ein einziges Pflichtspiel als Trainer kann ich das ja auch nicht beenden“, gibt er zu Protokoll. Langfristig hege er im Trainer­geschäft aber keine so großen Pläne.

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„Osi ist genau der Richtige, wir wollen alle, dass er das weitermacht“, sagt Kollege Schreter, der mit Osl schon in der Jugend beim BNZ Tirol kickte.


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