47.000 ohne Job: Verdoppelung der Arbeitslosenzahlen in Tirol

Während sich die Anzahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer Ende April im Vergleich zum Vorjahresmonat in Tirol auf knapp 47.000 mehr als verdoppelte (+108 Prozent), stiegen die Zahlen in Wien um 41 Prozent auf über 197.000.

Symbolfoto
© TT/Böhm

Innsbruck, Wien – Die Coronakrise trifft die Arbeitsmärkte in den Bundesländern deutlich unterschiedlich: Während sich die Anzahl der Arbeitslosen und Schulungsteilnehmer Ende April im Vergleich zum Vorjahresmonat in Tirol auf knapp 47.000 mehr als verdoppelte (+108 Prozent), stiegen die Zahlen in Wien um 41 Prozent auf über 197.000.

📽 Video | Rekordarbeitslosigkeit in Österreich:

In Salzburg gab es 31.501 Personen ohne Job (+82,7 Prozent) und in der Steiermark waren es 69.644 (+77,1 Prozent). Niedriger fiel der Anstieg in Kärnten (+65 Prozent), Oberösterreich (+64,8 Prozent), Burgenland (+61,8 Prozent), Vorarlberg (+57,8 Prozent) und Niederösterreich (+53,8 Prozent) aus. Die Arbeitslosenschulungen des AMS waren aufgrund der Coronavirus-Pandemie seit Mitte März ausgesetzt und werden mit Mitte Mai sukzessive wieder aufgenommen.

Nach Altersgruppen am geringsten fiel der Arbeitslosenanstieg im April österreichweit bei Jüngeren aus: Bei Personen unter 25 Jahren gab es ein Plus von 45,7 Prozent auf 83.784 Personen, bei den 25 bis 49-Jährigen einen Zuwachs von 65,9 Prozent auf 332.775 und bei 50-Jährigen sowie Älteren eine Zunahme von 50,3 Prozent auf 154.918 Betroffene.

Frauen und Männer sind am Arbeitsmarkt ähnlich stark von der Coronakrise betroffen. Bei Frauen stiegen die Arbeitslosenzahlen um 56,8 Prozent auf 272.351, bei Männern um 59,5 Prozent auf 299.126. Bei Inländern nahm die Arbeitslosigkeit etwas weniger zu (+53,7 Prozent) als bei ausländischen Arbeitskräften (+67 Prozent). (APA)


Kommentieren


Schlagworte