Süßes Muttertagsständchen: 80 Kinder singen mit Bluatschink für ihre Mamas

Kinder aus ganz Österreich, Bayern und Südtirol folgten dem Aufruf der Lechtaler Band Bluatschink und wirkten bei dem Lied und Video „Zum Muttertag" mit. Sänger Toni Knittel ist von der enormen Teilnahme überwältigt.

© Screenshot/YouTube/Bluatschink

Von Vanessa Grill

Innsbruck, Bach – Quarantäne, Ausgangssperren und Mindestabstände machen Live-Auftritte für Künstler auf unbestimmte Zeit unmöglich. Da sind Ideen gefragt und die gehen Toni Knittel nie aus. Der Lechtaler Musiker, der zusammen mit seiner Frau Margit als Bluatschink bekannt ist, nahm den nahenden Muttertag zum Anlass, ein – wie er selbst sagt – „ altes Lied wieder aus der Versenkung zu holen." Geschrieben hat er es vor vielen Jahren, als die eigenen vier Kinder noch klein waren. Er studierte es mit ihnen ein, um seitdem jährlich an besagtem Tag Margit zu erfreuen. „Nun hat sie es sozusagen freigegeben und will es mit anderen Müttern teilen", lacht Knittel.

📽 Video | „Zum Muttertag": Bluatschink singt mit 80 Kindern

Nur ein Kinderchor konnte in Zeiten wie diesen nicht vor Ort zusammenkommen. Daher wurde vor drei Wochen ein Aufruf in den sozialen Medien gestartet. Kinder sollten sich melden, danach ein Video drehen und Tonaufnahmen schicken. „Wir wurden regelrecht überrollt", zeigt sich Knittel noch immer überrascht von der regen Teilnahme. 60 Familien, insgesamt 80 Kinder – großteils aus Tirol, aber auch aus anderen Teilen Österreichs, aus Bayern und Südtirol – haben sich gemeldet.

Dann ging die Arbeit für Bluatschink los. „Wir haben zwei Wochen lang jeden Tag bis drei Uhr früh Material gesichtet und geschnitten", erzählt der Sänger und Musiklehrer. Gemacht habe er so etwas vorher noch nie. „Ich kenne mich mit Musikprogrammen seit mehr als 30 Jahren aus, aber mit Videoschnittprogrammen null." Das sei auf der To-do-Liste gestanden, bisher habe aber die Zeit gefehlt. Die war nun ja vorhanden und Knittels Söhne fungierten als Lehrmeister. Nebenbei wurden etwa 300 Mails mit den Eltern geschrieben. Kleine Verbesserungen da und Änderungen dort vorgeschlagen. Damit man bei 80 Kindern und mehr als der doppelten Menge an Material nicht den Überblick verliert, wurde alles katalogisiert und alphabetisiert.

Es war eine sehr schöne Arbeit und es ist eine erstaunliche Leistung von den Kindern."
Toni Knittel (Bluatschink)

„Normalerweise müsste man auf Grund des enormen Zeitaufwandes verzweifeln oder nach der arbeitsintensiven Zeit zusammenbrechen", erklärt der Lechtaler, "aber es hat funktioniert, weil's so nett war. Wir waren gerührt, haben gelacht und hatten Gänsehaut. Es war eine sehr schöne Arbeit und es ist eine erstaunliche Leistung von den Kindern."

Im Video sind neben den musizierenden und singenden Jungstars auch noch Aufnahmen zu sehen, bei denen ein Papierflieger von Bild zu Bild, von Kind zu Kind fliegt. „So fliegt ein Gruß an die Mamas auf einem Papierflieger durch Österreich bis nach Bayern und Südtirol und genauso soll sich auch das Muttertagslied verbreiten", wünscht sich Knittel.


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