Unterschiedliche Stimmung bei den Tiroler Amateurklubs

SVI-Trainer Markus Seelaus will nicht mit dem Meterband am Platz stehen.
© kristen-images.com / Michael Kri

Am Freitag endet das Betretungsverbot von Sportplätzen, dann dürfen auch Amateurklubs unter den gesetzlichen Auflagen wieder den (Kleingruppen-)Trainingsbetrieb aufnehmen. Unter „elf Maßnahmen für elf Freunde“ leitet der ÖFB mit Übungsmaterial für Jung und Alt den Wiederbeginn am grünen Rasen ein.

„Ich bin froh, wenn es wieder losgeht. Es geht um die Vereine, insbesondere auch den Nachwuchs“, betonte ÖFB-Präsident Leo Windtner gegenüber der TT und 2200 Fußball-Vereinen. „Das kann nur der erste Schritt sein, ich hoffe der zweite folgt bald und wir bekommen den Fußball so zurück, wie wir ihn kennen“, spricht ÖFB-Vizepräsident und Tirols Verbandsoberhaupt Josef Geisler vielen aus dem Herzen. Denn Distanzregelungen, Hygienemaßnahmen und dergleichen sind nicht unbedingt der Rahmen, der die gewohnten Emotionen im Kontaktsport schürt.

„Im Erwachsenenbereich macht Training für mich so keinen Sinn. Ich stelle mich nicht mit dem Meter-Band auf den Platz, um die Abstände zu messen“, erklärt Markus Seelaus, Trainer bei Tiroler-Liga-Tabellenführer SVI, dass er lieber darauf wartet, bis man sich wieder berühren darf. Isoliertes (Technik-)Training mit Spielen wie Fußballkegeln ist als Überbrückungshilfe eher für den Nachwuchs förderlich.

„Ich möchte am Freitag schon wieder auf den Platz“, sagt Wörgl-Coach Denis Husic. „Wir werden schauen, was der Verein vorgibt“, erklärt Reichenau-Trainer Gernot Glänzer. Viele Spieler würden freilich trotz aller Auflagen auf ein Comeback brennen. (lex, floh)

TT-ePaper gratis testen und 5 x 1.000 € Geburtstagsgeld gewinnen

Die Zeitung kostenlos digital abrufen, das Testabo endet nach 4 Wochen automatisch.

Jetzt testen
TT ePaperTT ePaper

Kommentieren


Schlagworte