Stocker, Trainingszentrum und Budget: Die Wacker-Zukunft hat längst begonnen

Die Fortsetzung der zweiten Liga ändert nichts an der neuen Zeitrechnung des FC Wacker Innsbruck. Die wichtigsten Fragen rund ums Tivolistadion und die Schwarzgrünen:

Peter Margreiter, Dennis Duve, Gerhard Stocker, Jens Duve, Alfred Hörtnagl, Joachim Jamnig, Thomas Kerle und Felix Kozubek bei der Präsentation des Wacker-Investors im Tivoli.
© FCW/Senfter

Von Florian Madl

Innsbruck – Der nicht zu erwartende Liga-Neustart ändert die Wacker-Marschroute nicht, selbst der Zeitplan des Vereins für die kommenden Monate bleibt aufgrund der zurückgehenden Infektionszahlen annähernd derselbe. Einige Fragen beschäftigten Verantwortliche und Anhänger des ambitionierten Zweitligisten zuletzt:

Wie lange bleibt der scheidende Gerhard Stocker noch Präsident? Bis höchstens Ende August. Seine Funktionsperiode war ursprünglich um ein halbes Jahr verlängert worden, ihm folgt wohl Joachim Jamnig. In der ausstehenden Generalversammlung soll der neue (und alte) Vorstand benannt werden, Stocker wandert in den Aufsichtsrat (mit Investor-Vertrautem Jens Duwe und wohl einem Finanzexperten).

Wie sieht das Budget neu aus? Um 4,5 Millionen Euro sollte das Etat betragen, die ersten fünf Jahre mit dem Investor sind mit konkreten Zahlen hinterlegt. Die Suche nach weiteren Hauptsponsoren läuft. Und: Der Investor kommt nicht aufs Trikot! Die Lizenz hatte der FC Wacker zuletzt übrigens ohne Auflagen erhalten, im Herbst folgt von allen Bundesligisten ein nachgereichter Liquiditätsplan.

Wie sieht es mit dem Trainingszentrum in Mieming aus? Eine „eigene Geschichte“ und budgetär unabhängig vom Spielbetrieb. Die Studie liege laut Vorstandsmitglied Felix Kozubek „am Tisch“, nun wird am Baurechtsvertrag mit der Gemeinde gearbeitet, die Planung mit dem Architekten läuft. Darin ging es nicht zuletzt um Anrainerwünsche (Lärm, Licht, Verkehr). Status quo: Das Projekt befindet sich in der „finalen Konzeptionsphase“, auch wenn noch länger keine Bagger auffahren.

Wie sind die Ziele? Spielte man den Ball bei der Vorstellung des anonymen Investors noch flach, so ist mit der Bestellung von Daniel Bierofka zum bald neuen Trainer der Aufstieg 2021 keine Illusion mehr. Kozubek: „Die Rückkehr in die Bundesliga bleibt das Ziel, muss aber nicht sein.“ Vielsagender Nachsatz: „Je schneller, desto besser.“

Wie sieht es mit der Kurzarbeit aus? Die endet diese Woche mit dem Trainingsbeginn, der Ball dreht sich ab Donnerstag wie üblich und nicht mehr in Kleingruppen.


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