Leverkusen weiter auf dem Vormarsch, Bremen übt sich in Durchhalteparolen

Während Bayer Leverkusen mittlerweile Richtung Champions-League-Plätze schielen darf, wird die Lage für Werder Bremen im Tabellenkeller immer prekärer.

Werder Tiroler Linksverteidiger Marco Friedl wusste sich gegen Leverkusens Debütanten Florian Wirtz oft nur mit unfairen Mitteln zu helfen.
© STUART FRANKLIN

Bremen – Bayer Leverkusen nähert sich nach dem 4:1-Sieg in Bremen am Montag der Champions League, Werder dem Abstieg. Während beide Teams zum Re-Start der deutschen Liga quasi nahtlos an der Formkurve vor der Corona-Unterbrechung fortsetzten, sorgte der Auftritt von Florian Wirtz für Aufsehen. Mit 17 Jahren und 15 Tagen wurde Bayers Mittelfeldmann zum drittjüngsten BL-Debütanten.

Wirtz stand im Geisterspiel sogar in der Startelf der Gäste und spielte bis zur 62. Minute. "Das ist immer etwas Besonderes, wenn man ein Debüt macht. Erst recht mit 17. Es war alles in allem eine gute Leistung von ihm, er war nicht nervös", sagte Bayer-Trainer Peter Bosz nach der Partie. Der offensive Mittelfeldspieler ist nun der jüngste Debütant in der Leverkusener Bundesliga-Historie, löste Kai Havertz ab. Nur Nuri Sahin (16 Jahre, elf Monate und ein Tag) sowie Yann Aurel Bisseck (16 Jahre, elf Monate und 28 Tage) waren bei ihren Bundesliga-Debüts für Borussia Dortmund und den 1. FC Köln jünger als Wirtz mit seinen 17 Jahren und 15 Tagen.

Bremen-Coach Kohfeldt gibt nicht auf

Für Bayers Österreicher blieb indes nur wenig Spielzeit. Einzig ÖFB-Teamkapitän Julian Baumgartlinger wurde in der 71. Minute eingewechselt, Verteidiger Aleksandar Dragovic saß wie zuletzt nur auf der Bank. Auf der anderen Seite durfte Marco Friedl als Linksverteidiger agieren, die 15. Saisonniederlage konnte aber auch er nicht verhindern. Bremen-Coach Florian Kohfeldt gab sich dennoch kämpferisch: "Das ist nichts, wo ich sage: Das war es jetzt. Das ist noch kein K.o.-Schlag für uns", sagte der Trainer des Tabellen-17.

Eine Premiere gab es nicht nur für Wirtz, sondern auch den Internetriesen Amazon. Der hatte sich kurzfristig die Übertragungsrechte für die Partie u.a. auch für Österreich gesichert, war schließlich mit Problemen konfrontiert und wurde im Netz mit Spott bedacht. So lief der Kommentar asynchron zu den Live-Bildern und war erst mehrere Sekunden später zu hören, in der Hälfte brach die Videoschaltung mit dem früheren Bayer-Star Jens Nowotny fast zusammen. (APA)

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  • Sonntag: 1. FC Köln - Mainz 2:2 (1:0), Union Berlin - Bayern München 0:2 (0:1)
  • Montag: Werder Bremen - Bayer Leverkusen 1:4 (1:2)

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