Bundesrechnungshof sieht Inbetriebnahme für Brennerbasistunnel erst Anfang 2030

Arbeiter am Lastenkran in der Tunnelbohrmaschine.
© EXPA/JOHANN GRODER

Innsbruck – Der Bundesrechnungshof hält es nicht für ausgeschlossen, dass der Brennerbasistunnel erst 2030 in Betrieb gehen könnte. "Sollten Risiken beim Rohbau, bei der Ausrüstung und der Inbetriebsetzung schlagend werden, könnte sich der Termin für die Inbetriebnahme auch auf Anfang 2030 verschieben", heißt es in einem heute veröffentlichten Bericht.

Bereits im März gab es erste Hinweise über eine Bauverzögerung: Zuletzt verdichteten sich die Hinweise, dass sich die Eröffnung des Brennerbasistunnels um zwei Jahre verzögern könnte. -Probleme beim größten Baulos Pfons-Brenner könnten die Fertigstellung des Brennerbasistunnels verzögern. Geplant wäre sie Ende 2028. Nach einem eineinhalbjährigen Rechtsstreit um die Vergabe des Bauloses mit 52 Kilometern Länge (Haupt-, Probe- und Zufahrtsstollen) und Kosten von 966 Millionen Euro wurden die Arbeiten im Juli 2019 aufgenommen. Doch seit Monaten gibt es erneut Differenzen zwischen der Brennerbasistunnelgesellschaft BBT SE und dem Generalunternehmer für den Vortrieb. Sie betreffen die Außenschalen der Tunnelröhren, die so genannten Tübbinge.

Aus der Sicht der Baufirma sind die ausgeschriebenen Bauteile statisch zu schwach, die BBT SE verneint dies. Gutachter wurden beauftragt, es gibt unterschiedliche Sichtweisen dazu. Bei den Außenschalen geht es nicht nur um mögliche Verzögerungen, sondern auch ums Geld-um bis zu 100 Millionen Euro. Eigentlich hätte die Frage bis Februar gelöst sein sollen, wie es aus Kreisen des Aufsichtsrats heißt. Doch offenbar droht jetzt sogar ein Rechtsstreit. Deshalb wird mit einer Bauverzögerung und einer Inbetriebnahme erst 2030 gerechnet. (pn)

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